Herzlich Willkommen allen Wiederholungstätern und Neueinsteigern! Wir starten in Runde 3 des KlassikerClubs. Und Du kannst mitentscheiden, was wir lesen. Hier erfährst du, wie unsere Online Leserunden ablaufen und wie du mitmachen kannst.
Es wird unheimlich
In Leserunde 3 begeben wir uns auf eine Reise ins Unheimliche. Es wird spannend, ein wenig abgefahren und auf jeden Fall literarisch! Die zur Auswahl stehenden Autoren sind Klassiker der englischsprachigen Literatur. Vielleicht sind sie bei uns nicht alle gleich bekannt. Doch: Die Entdeckung lohnt sich unbedingt!
Alle drei stehen an der Schwelle zum 20. Jahrhundert und damit an der Schwelle zur klassischen Moderne. Sie leben noch von der realistischen Erzählweise des 19. Jahrhunderts und sind deshalb gut zu lesen. Ihre Abenteuerlichkeit und Experimentalität liegt nicht in der Form, sondern in ihrem gemeinsamen Thema: Grenzerfahrungen der Vernunft, der Moral, der Zivilisation.
Die Kandidaten
Kandidat 1: Joseph Conrad – Herz der Finsternis (1899)

Ein Dampfer dringt auf dem Fluss Kongo tief in den zentralafrikanischen Urwald vor, um eine Kolonialstation zu erreichen. Was der Erzähler dort erlebt, verschlägt ihm den Atem. Im Zentrum steht die charismatische und grausame Figur des Stationsleiters Kurtz. Conrads kolonialismuskritische Erzählung gilt heute als eine der wichtigsten Prosatexte der englischen Literatur.
Popkulturell berühmt geworden durch die Filmadaption Apocalypse Now! mit Marlon Brando und Martin Sheen. Umfang: ca. 120 Seiten.
Kandidat 2: Henry James – The Turn of the Screw (1898)

Eine Geistergeschichte, eine gothic novel, eine Erzählung über das Verschwimmen von Wahrnehmung und Wahnsinn. Auf einem englischen Landsitz betreut eine Gouvernante zwei Kinder. Sie beginnt Geister zu sehen und gewinnt die Überzeugung, die Kinder stünden im Kontakt zu den Untoten…
Henry James schrieb auch die einflussreichen Romane The Portrait of a Lady und Washington Square und ist einer der wichtigsten englischsprachigen Autoren des frühen 20. Jahrhunderts. Umfang: ca. 150 Seiten.
Kandidat 3: H.G. Wells – Krieg der Welten (1898)

Die Mutter aller Alien-Geschichten: Marsianer landen auf der Erde und greifen die Menschheit an. Die unterlegenen Menschen sehen sich der Invasion wehrlos ausgeliefert. Nur eines kann die fremden Wesen aufhalten…
H.G. Wells dokumentarisch erzählter Roman ist ein früher Klassiker des Science-Fiction-Genres und nicht zuletzt auch eine hintergründige Kritik am Kolonialismus. Aufsehen erregte die Hörspiel-Umsetzung durch Orson Welles, die von Radiohörern für eine Reportage gehalten wurde und panische Reaktionen auslöste. Umfang: ca. 250 Seiten.
Wie immer: Ich habe Lust auf alle drei, aber ihr stimmt ab! 😄
Abstimmungsschluss ist am Freitag, 20. Februar.
Sobald der Abstimmungssieger feststeht, erstelle ich einen Leseplan und gebe Tipps zu Ausgaben des Buchs. Happy Voting!
