Runde 5:
THOMAS MANN

Herzlich Willkommen allen Wiederholungstätern und Neueinsteigerinnen! Wir starten in Runde 5 des KlassikerClubs. Und Du kannst mitentscheiden, was wir lesen. Wenn du bereits weißt, dass du bei dabei sein willst, egal was bei der Abstimmung herauskommt, kannst du dich gleich anmelden:

Thomas Mann lesen

Ich bin überzeugt: Thomas Mann lesen geht einfacher, als manchmal behauptet wird. Ja, die Sätze sind lang. Ja, man braucht ein wenig Geduld. Aber: Thomas Mann ist vor allem ein großartiger Erzähler. Er kreiert Atmosphären und entwirft unvergessliche Charaktere. Andere moderne Autor:innen wollen anstrengend sein und sind es dann auch. Thomas Mann hat seine Bücher gerne Publikum vorgelesen. Und das merkt man.

Drei Kandidaten habe ich ausgewählt. Einmal früh, einmal mittel, einmal spät in seiner Karriere. Die Länge variiert auch: Eine kurze oder eine längere Erzählung – oder ein Roman.

Ich bin gespannt, wofür du dich entscheidest!

Die Kandidaten

Tristan (1903)

Ein früher Text, wenn man so will, ein Zauberberg im Kleinen. Die Geschichte spielt in einem Sanatorium, ein exzentrischer Schriftsteller, ein bodenständiger Kaufmann, dazwischen eine musikalische Dame, es geht um Kunst, Krankheit, Erotik und den Tod – also alles, was wir dann im Zauberberg auf epischer Bühne wiederfinden, aber hier auf 50 Seiten, ein echt typischer Thomas Mann. Oft eher übersehen.


Mario und der Zauberer (1930)

Ein italienischer Urlaubsort, es herrschen große Hitze und latente Aggression, ein Hypnotiseur schlägt die Menschen in seinen Bann. Es geht um Massenpsychologie, Manipulation und den aufkommenden Faschismus. Hier lesen wir den politischen Thomas Mann, dem die Nazis von Anfang an unheimlich waren. Eine seiner wichtigsten und bekanntesten Erzählungen, gut 70 Seiten lang.


Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (1954)

Für manche der entspannteste, humorvollste und deshalb schönste Roman Thomas Manns. Ein junger Mann bewegt sich in der feinen Gesellschaft, lernt wie man Rollen richtig spielt und trickst sich zum Erfolg. Es ist der letzte Roman Thomas Manns, ein Alterswerk, und der Inbegriff seiner feinen Ironie. Umfang knapp 400 Seiten.


Die Abstimmung

Es ist erlaubt für einen, zwei oder alle drei zu stimmen. Wie du lustig bist! Ich bin gespannt auf das Ergebnis. Abstimmungsende ist Freitag, 24. April.

Ich stimme für...

  • Tristan (17%, 22 Stimmen)
  • Mario und der Zauberer (48%, 63 Stimmen)
  • Felix Krull (35%, 46 Stimmen)

Wähler insgesamt: 117

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Sobald der Abstimmungssieger feststeht, erstelle ich einen Leseplan und gebe Tipps zu Ausgaben des Buchs. Happy Voting!

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6 Kommentare
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Tobias

Also Tristan ist wirklich sehr sehr unterschätzt. Es gibt auch eine ganz tolle Verfilmung aus den 70ern. Leider nie auf DVD oder sonstwo erschienen. Meine absolute Empfehlung. Auch als Hörbuch kongenial von Will Quadflieg vorgetragen. „Hier ist Einfried, das Santarium…“

Wolfgang Paul

Ich stimme für Felix Krull, weil ich zu diesem Werk Thomas Manns aus mir unerklärlichen Gründen nie gekommen bin.
Es gibt auch einen Fernsehfilm dazu, aber wie gut diese Verfilmung ist, kann ich mich nicht erinnern.

Tobias

Es gibt 3 Verfilmung von Felix Krull
Die beste Verfilmung ist meiner Meinung nach die alte SW-Verfilmung mit Horst Buchholz in der Hauptrolle.
Aus den 1980ern gibt es eine mehrteilige TV-Verfilmung.
Außerdem aus jüngster Zeit einen Kinofilm, der aber für meinen Geschmack völlig missraten ist.

Susanne Eisele

Habe vor vielen Jahren Felix Krull gelesen und die Verfilmung mit H. Buchholz gesehen.
Meine dass der Film ausnahmsweise deutlich besser war als das Buch .

Susanne Eisele

Vor vielen Jahren habe ich Felix Krull gelesen und die Verfilmung mit Horst Buchholz gesehen. Meine dass ausnahmsweise der Film besser war als das Buch .

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