Die Ankunft


Die ersten Meter liegen hinter uns. Schön, dass du dich mit auf dem Weg gemacht hast! Das Gipfelkreuz des Romanendes ist naturgemäß noch weit entfernt. Aber ein wenig Bergluft konnten wir schon schnuppern. Ich bin gespannt auf deine Eindrücke!

Ein Wort zur Ermutigung: Die Reise wird etwas länger. Nicht verzagen, wenn in einer Woche die Lesebeine mal müde werden! Das Format mit Beiträgen und Kommentaren erlaubt auch asynchrones Lesen und Austauschen. Heißt: Bist du mal etwas hinterher, kannst du immer auch später noch aufholen und kommentieren. Aber jetzt erstmal: Frisch ans Werk!

Du findest hier:

  1. Rückblick auf den Abschnitt
  2. Option zur Vertiefung: Der Zauberberg als Märchen
  3. Anregungen zum Austausch

Im Mittelpunkt steht der Austausch. Fühle dich frei, die Vertiefung wahrzunehmen oder auch nicht.


Stimme aus der Reisegruppe

  • “Mein neues Motto in Bezug auf Klassiker: Nicht warten, nicht eingeschüchtert sein, einfach anfangen zu lesen.
    Aber Der Zauberberg stand trotzdem nicht auf meiner Bingokarte für 2026, und ich bin froh, ihn gemeinsam im Klassikerclub zu lesen.
    Durchs erste Etappenziel bin ich in einer Lesesitzung durchgeflogen. Auf den ersten Seiten dachte ich noch: Huch, war das ein Fehler? Aber dann kam ich schnell in den Lesefluss, und ich bin gespannt, wie es weitergeht.”

1. Rückblick auf den Abschnitt

Ankunft stilecht mit krokodillederner Handtasche

Im ersten Kapitel lernen wir Hans Castorp kennen, einen 22jährigen Hamburger Kaufmanssohn, auf dem Wege nach Davos, um im Sanatorium Berghof seinen Vetter Joachim Ziemßen zu besuchen. Geplant ist ein Aufenthalt von drei Wochen.

Joachim führt seinen Besucher in die örtlichen Gegebenheiten und Gewohnheiten ein. „Wir hier oben“ leben offenbar etwas anders als die im Flachland. Hans ist überrascht vom lässigen Achselzucken des soldatischen Verwandten, verblüfft von den zeitlichen Dimensionen der Aufenthalte, erschüttert vom Husten eines schweren Patienten, bei alledem aber nicht abgestoßen von diesem ganz eigenen Kosmos, sondern auf eine Art: fasziniert.

Im zweiten Kapitel erfahren wir etwas über die Familiengeschichte von Hans. Die Mutter früh verstorben, der Vater gleich hinterher, lebt er als Kind für anderthalb Jahre beim Großvater, dem er sich innerlich verwandt fühlt. Der alte Castorp ist konservativ und strahlt die strenge Würde des Kaufmanns aus. Seine wahre Identität erscheint Hans eigentlich mehr noch in Gestalt des spätbarocken Bürgers mit Halskrause als in der des Alltagsgroßvaters. Angesichts des Leichnams prägt sich Hans die Doppelgesichtigkeit des Todes als geistige Erhöhung und leibliche Erniedrigung ein. Noch einmal wechselt Hans den Haushalt, verlebt die Jugend beim Großonkel Tienappel, schließt die Schule nicht glänzend aber ordentlich ab, ebenso das Studium der Ingeniuerswissenschaften mit dem Ziel Schiffsbau, ermattet vom Examen reist er nach Davos, an die frische Luft.

Geplant ist ein Aufenthalt von drei Wochen


2. Option zur Vertiefung: Der Zauberberg als Märchen

Der Zauberberg – ein Märchen? Da könnte etwas dran sein… Im Vorsatz vermutet der Erzähler, seine Geschichte könne »mit dem Märchen (…) ihrer inneren Natur nach, das eine und andre zu schaffen« haben.

Was Märchen ausmacht und warum sie literarisch so faszinierend bleiben, habe ich Sarah (@sarah__ricarda) gefragt. Sie kennt sich mit Märchen besonders gut aus, seit sie zu Grimms Märchen geforscht hat. Ihr Kanal auf Instagram und auf TikTok lohnt sich besonders für alle, die sich für aktuelle Literatur, feministische Perspektiven und Lyrik interessieren. Folgt ihr unbedingt!

Alex: Märchen sind Kindergeschichten. Könnte man denken. Was macht sie für die Literatur so spannend?

Sarah: Ich denke, dass Märchenmotive so beliebt sind, weil sie einerseits Magisches erzählen und andererseits unsere Welt symbolisch herunterbrechen und einfach erklärbar machen. In Volksmärchen gewinnt immer die Heldin / der Held. Das Gute siegt über das Böse. Die Geschichten sind formelhaft und damit sehr allgemeingültig. Gleichzeitig sind sie natürlich geheimnisvoll und voller Magie. Also faszinierend!

Alex: 7 Jahre währt die Handlung des Zauberbergs. Ein Zufall?

Sarah: Im Märchen ist die 7 eine typisch Zahl (7 Zwerge, 7 Raben, 7 Geißlein). Sie hat biblischen Hintergrund: In sieben Tagen hat Gott die Welt erschaffen. In der Zahlenmystik steht sie für Vollkommenheit. Sie setzt sich aus der irdischen Vier (vier Himmelsrichtungen, vier Jahreszeiten, vier Elemente) und der himmlischen Drei (Dreieinigkeit) zusammen. Die drei ist in Märchen insgesamt die wichtigste Zahl: Drei Schwestern („Das Waldhaus“), drei Brüder („Das Wasser des Lebens“), drei Helferswesen („Die drei Männlein im Walde“), drei magische Gegenstände („Allerleihrau“), drei Aufgaben („Frau Holle“).
Die 7 Jahre kenne ich allerdings auch: Sowohl in „Der Bärenhäuter“ als auch in „Die 7 Raben“ verpflichtet sich der Protagonist bzw. die Protagonistin zu 7 Jahren mit großen Entbehrungen. Erst danach sind sie erlöst.

Im Gegensatz zu Volksmärchen sind in Kunstmärchen die Figuren vielschichtiger. Sie haben ein Innenleben, Gefühle, handeln nicht nur wie der Held oder Antiheld.


Alex: Thomas Mann hat die Märchen Hans Christian Andersens besonders geliebt. »Die Schneekönigin« zeigt besondere Nähe zum »Zauberberg«. Wie verhält sich Andersens Märchenwelt zu Grimms Märchen?

Sarah
: Grimms Märchen sind Volksmärchen. Das heißt, der wirkliche Ursprung ist nicht bekannt, die Grimms haben sie sich von meist gebildeten Frauen erzählen lassen und aufgeschrieben. Motive der Grimmschen Märchen finden sich auch in Volksmärchen anderer Länder, viele ähneln sich tatsächlich sehr. Andersen hat Kunstmärchen geschrieben. Das heißt, er hat sich zwar auch an volkstümlichen Motiven bedient, aber sich eigene Geschichten erdacht. Im Gegensatz zu Volksmärchen sind in Kunstmärchen die Figuren vielschichtiger. Sie haben ein Innenleben, Gefühle, handeln nicht nur wie der Held oder Antiheld. Und ich persönlich kenne kein Andersen-Märchen, das glücklich endet.

Alex: Vielen Dank, Sarah! Ob der Zauberberg glücklich endet? Wir werden sehen…

3. Anregungen zum Austausch

Ich bin gespannt, die digitale „Lesegruppe Zauberberg“ etwas kennenzulernen und zu hören, wie es dir mit dem Buch erging! Hier drei Fragen zum Einstieg, jede:r kann, keine:r muss – ist klar. Antworten kannst du unten im Kommentarbereich.

  1. Stell dich vor, wenn du magst und wie du magst. Ein Name wäre nett. Vielleicht, was du sonst gerne liest, ob du ganz frisch rangehst oder bereits Erfahrungen mit Thomas Mann gesammelt hast.
  2. Wie kamst du in das Buch hinein? Was waren deine ersten Eindrücke? Überraschte oder bestätigte Erwartungen?
  3. Zitat der Woche: Welchen Satz hast du dir unterstrichen?

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Nikolas

Mein Name ist Nikolas. Mit einer klaren Linie von Autor*innen, die mich begeistern, kann ich nicht wirklich dienen. Derzeit begeistern mich von den Klassikern Kafka und Kleist, während ich bei Thomas Mann ein absoluter Neuling bin. Ich habe „Mario und der Zauberer“ angefangen, aber dann ist mir der Zauberberg reingegrätscht, weil ich zu langsam war, bei unserer Tour jedoch von Beginn an am Start sein wollte. Ich hoffe, den Zauberer aber parallel noch abschließen zu können.
Als Lieblingsbuch würde ich Stoner von John Williams bezeichnen – ein Buch, zu dem ich jederzeit zurückkehren könnte.

Patricia

Hallo an alle. Ich bin Patricia, ich habe schon einige Klassiker gelesen. Im Studium viele Russen, aber auch Dickens, Dumas, Austen, die Brontë Schwestern …
Ich liebe Joseph Roth.
Thomas Mann ist mir als Mensch unglaublich unsympathisch. Also wirklich unsympathisch. Und dieses Gefühl hat mich immer an seinem Werk scheitern lassen. Ich habe gerade Mario und der Zauberer und Die vertauschten Köpfe gelesen, überzeugt hat mich keine der Geschichten. Durch das gemeinsame, strukturierte Lesen gelingt es mir vielleicht, eines seiner Hauptwerke zu lesen und zu schauen, ob mich seine Kunst (die ja unbestritten ist) überzeugt oder ob die Antipathie nicht zu überwinden ist.

Jürgen

Hallo zusammen, mein Name ist Jürgen, werde im Herbst 70 Jahre alt und wohne in Hamburg. Ich lese vor allem Literatur aus dem 19. und 20. Jahrhundert, aktuelle Bücher jedoch so gut wie gar nicht. Momentan lese ich mich in chronologischer Reihenfolge durch das Gesamtwerk von Fjodor M. Dostojewski und werde wahrscheinlich morgen Verbrechen und Strafe beenden. Von Thomas Mann habe ich alle Romane und Erzählungen gelesen, einiges davon wie „Buddenbrooks“, „Der Tod in Venedig“ oder den „Zauberberg“ mehrere Male

Jasmin

Hallo zusammen! Ich bin sehr froh mit dabei zu sein. Ich heiße Jasmin; habe Klassiker als ich 13 war für mich entdeckt und liebe sie bis heute. Ich lese eigentlich querbeet. Von Klassiker bis Gegenwartsliteratur ist alles dabei. Sehr mag ich die Genre fiktionale Gegenwartsliteratur, Kriminalroman und historische Romane.

Mit Thomas Mann bin ich schon des öfteren in Berührung gekommen. Ich habe nämlich eine Ausgabe von „Tod in Venedig“ daheim, in der ich ab und zu mal lese.

Kerstin

Hallo, ich bin Kerstin und ich schiebe den Zauberberg schon lange vor mir her! Jetzt möchte ich mich diesem Klassiker widmen und finde die Idee des Austauschs auf dieser Plattform perfekt!
Viele Grüße ☀️

Sophia

Hi, ich bin Sophia, 31. Ich lese hauptsächlich Gegenwartsliteratur und Klassiker und bin sehr gespannt auf den Austausch hier. Der Zauberberg ist mein zweiter Mann, vor ein paar Jahren habe ich die Buddenbrooks gelesen und habe quasi in diesem Buch gelebt – ich hoffe, dass mich der Zauberberg genauso in seinen Bann zieht.

Anne Katrin

Ich bin Anne Katrin, 29 Jahre, ich lese bisher viel Zeitgenössisches und Biografien und kenne einige amerikanische und britische Klassiker, aber noch nichts Deutsches!
Ich liebe die Bücher von Matt Haig und Yuval Harari und die Gedichte von Emily Dickinson.

Nicola

Hallo an alle, ich bin Nicola und 34 Jahre alt. Ich habe seit längerer Zeit nur Gegenwartsliteratur, allerdings sehr gemischter Genres gelesen. Ich würde mich als absoluten „Mood Reader“ bezeichnen.
Auf meiner 2026 Liste stand: zwischendurch mal einen „Klassiker“ einschieben. Dass ich mit einem mehr als 1000 Seiten Exemplar starte hat sich jetzt einfach ergeben.
Ich bin gespannt!

Martina

Hallo, mein Name ist Martina. Ich bin Mitte Fünfzig und bin mit Büchern aufgewachsen. Meine Mutter hat mir Bücher sozusagen in die Wiege gelegt. Der schönste Laden in unserer kleinen Stadt war immer der Buchladen. So geht es sicher jedem von Euch.
Ich lese alles, was interessiert. Oft läuft es so, dass ich lange durch einen Buchladen pirsche und mich überraschen lasse. Aber natürlich habe ich auch so meine Favoriten. Ich lese alle Bücher von Ken Follett, Volker Kutscher, Sabine Ebert, Nele Neuhaus und Ivar Leon Menger – also viele Krimis, aber auch viele historische Romane oder historische Sachbücher.
In meiner Schulzeit waren die Pflicht-Klassiker sehr „politiklastig“, wie das so war im DDR-Bildungswesen. Viel sowjetische Literatur ( „Wie der Stahl gehärtet wurde“), aber hin und wieder auch Goethe („Faust“) und Schiller („Die Glocke“) aber leider kein Heine. Den habe ich im Erwachsenenalter nachgeholt.
Bei meiner Suche nach den Klassikern, die man gelesen haben muss, bin ich natürlich an Heinrich Mann nicht vorbeigekommen und habe mir 2016 den „Zauberberg“ in der schönen Schmuckausgabe des S.-Fischer-Verlages gekauft – und erst mal ins Bücherregal gestellt.

Astrid

Ich bin Astrid, 53 Jahre alt und lese aktuell nur Fachbücher für die Arbeit oder ganz leichte Krimis. Früher habe ich sehr viel gelesen, immer auch moderne Klassiker. Von Thomas Mann habe ich Lotte in Weimar, Felix Krull durchgelesen. An den Buddenbrocks und dem Zauberberg bin ich gescheitert. Ich hatte mal eine Klaus und Erika Mann Phase und habe ganz viel von von ihm gelesen. Die 20er, 30er Jahre finde ich literarisch und überhaupt kulturell und politisch sehr interessant.

Alexandra

Hi, ich bin Alexandra. Den Zauberberg und ein paar (wenige) weitere Klassiker habe ich auf meiner Liste, obwohl ich normalerweise nur Gegenwartsliteratur lese. Mein Programm ist derzeit also sehr kontrastreich: ich lese aktuell parallel einen feministischen Roman, einen tragikomischen Roman von Verena Rossbacher und den Zauberberg.

Tobias

Tobias – Pfarrer in Würzburg. Tatsächlich war „Mario und der Zauberer“ meine erste direkte Begegnung mit Thomas Mann, der mir davor immer sehr suspekt war. Angefangen mit einem Mitschüler im Deutsch-LK, der wirklich alles mit Thomas Mann und besonders dem Zauberberg in Beziehung setzen musste, um zu zeigen, dass er dieses Werk gelesen hatte.

Und im Studium war Thomas Mann dann der Inbegriff kanonischer Hochkultur, von der niemand außer dem Professor eine Ahnung hatte, bei der sich aber auch keiner traut, kritisch darauf hinzuweisen, dass vermeintlich „veranschaulichende“ Vergleiche mit dem Zauberberg alles nur noch rätselhafter machen…

Aber irgendwie wusste ich immer, dass der Tag kommt, an dem ich Mann nochmal eine Chance geben muss. Ich freue mich, es in diesem Rahmen zu tun, und habe vor, Mann möglichst wenig hochkulturell zu rezipieren, sondern einfach als „fun to read“.

Christoph

Hallo, ich bin Christoph, 44 Jahre, evangelischer Pfarrer in der Pfalz.

Ich lese relativ viel an Gegenwartsliteratur und gerne auch die großen Klassiker der Weltliteratur. Zuletzt besonders im Gedächtnis geblieben sind mir Gabriele Tergits „Effingers“, Henrik Szánto mit „Treppe aus Papier“, Jenny Erpenbecks „Kairos“ und „Anna Karenina“ des großen Meisters Tolstoi. Parallel zum Zauberberg lese ich aktuell „Lied von Storch und Dromedar“ von Anjet Daanje sowie „Zeitzuflucht“ von Georgi Gospodinov.

An Thomas Mann habe ich mich bisher tatsächlich noch nicht herangewagt, nicht weil ich es mir nicht zugetraut hätte, sondern weil es sich einfach nicht ergeben hat. Nachdem ich vor etwa zwei Jahren Olga Tokarczuks „Empusion“ gelesen und für genial befunden habe, reifte in mir immer mehr der Wunsch, mit dem Zauberberg in den Mann-Kosmos einzusteigen. Als ich vor einigen Tagen oben erwähntes „Zeitzuflucht“ zu lesen begonnen habe, wurde mir einmal mehr bewusst, wie sehr die europäische Literatur auf Thomas Mann und insbesondere auch den Zauberberg bezugnimmt. Als ich dann bei Instagram sah, dass es den Klassikerclub gibt und die Leserunde zum Zauberberg gerade beginnt, war meine Entscheidung gefallen. Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Reise, die Leseerfahrung und den Austausch dabei!

Pia

Hallo, ich bin Pia, 50 Jahre, und bei Instagram auf den Klassikerclub aufmerksam geworden. Aufgrund meines Studiums der Hispanistik und Anglistik habe ich sehr viel spanischsprachige und englische Literatur gelesen. Im Allgemeinen mag ich Klassiker und Gegenwartsliteratur sehr gern, lese aber auch hin und wieder Krimis. Deutsche Literatur habe ich bisher kaum gelesen, weshalb ich mich nun sehr auf Thomas Manns Zauberberg freue. Ich bin sehr gut in das Buch hereingekommen, wobei mir seine Sprachgewandtheit außerordentlich gut gefällt. Während des Lesens habe ich die ganze Zeit ein Lächeln auf den Lippen.

Nikolas

Ich kam gut in das Buch hinein, die Vorerfahrung mit Mario (da fiel es mir schwerer) hat vielleicht geholfen. Ich habe mich mit der Sprache akklimatisiert und beginne zunehmend, sie – bisher allerdings auf rein kognitiv bewundernde, aber nicht emotionale Weise – zu schätzen. Ich fand die erste Etappe auch wunderbar vielfältig und kann mir nun vorstellen, dass es immer wieder Passagen geben wird, die man schneller überliest und welche, für die man sich sehr gerne Zeit nimmt. Hans‘ und Joachims Zusammenkunft hat mir großen Spaß bereitet!

Jürgen

Da es mittlerweile meine dritte oder vierte Lektüre ist, hat mir der erneute Einstieg in den Roman keine Probleme bereitet. Wie immer, wenn ich mit einem Werk von Thomas Mann beginne, gibt es zu Beginn ein kurzes Fremdeln mit seiner Sprache, aber dann vertraue ich mich seinem Sprachfluss an und alles ist gut.

Martina

Hallo ich bin Martina und lebe in Österreich. Zur geografischen Einordnung: ich liege auf halben Weg zwischen München und Opatija an der oberen Adria. Meine Sehnsucht nach dem Meer lässt mich meistens in den Süden tendieren, deshalb trifft man mich öfter an der kroatischen oder italienischen Küste, als in Deutschland 🙃
Ich mochte Literatur schon in der Schule und hab mich sehr für das Germanistik Studium interessiert, was mir aber gründlich von meiner Familie ausgeredet wurde.
Über den Klassikerclub hab ich mich sehr gefreut und hab mich allen Leserunden angeschlossen. Grundsätzlich lese ich aber alles quer Beet, von Belletristik über Fantasy bis hin zu Krimis, alles dabei bei mir.
Ich freu mich auf die gemeinsame Zauberbergwanderung mit Euch! 🤗

Jasmin

Mit dem Satzbau hatte ich mich anfangs schwer getan, aber nach einiger Zeit ging es. Ich habe mich akklimatisiert.

Der erste Eindruck, der Hans Castrop bzw. seine Schilderungen hinterlassen hatten, waren überwältigend. Ich freue mich schon richtig darauf, meinen Sommer in den Schweizer Alpen des frühen 20. Jahrhunderts zu verbringen.

Erwartungen hatte ich an das Buch nicht. Ich kannte es, bis ich mich dieser Reisegruppe anschloss, nur vom Namen her und bin gespannt, was noch alles passieren wird.

Kerstin

Überraschenderweise wirklich gut!
Es ist toll zu lesen, was Sprache kann!

Sophia

Ich fand den Einstieg etwas holprig, die Umstellung zur sehr ausschweifenden und verschachtelten Ausdrucksweise hat ein paar Seiten gebraucht, aber ich kam dann relativ schnell in den Flow und kann’s nicht mehr weglegen. Aber ich denke, ich wäre enttäuscht gewesen, wenn ich nicht diese schöne Sprache wiedergefunden hätte

Liz

Ich liebe die langen Beschreibungen und die Sprache von Thomas Mann!
Habe sogar einige Passagen meinem Mann laut vorgelesen. Castorps Begegnung mit dem Tod und seine Gedanken dazu, fand ich sehr beeindruckend.
Freue mich aufs Weiterlesen…

Martina

Ich habe den „Zauberberg“ seit 2016 zwei Mal angefangen und nach etwa 50 Seiten wieder weg gelegt. Nicht, dass mich die Geschichte an sich nicht interessiert hätte, aber ich habe mich in manchen langen Dialogen einfach verloren. Und damit sank meine Konzentration, bis ich einfach aufgegeben habe. Jetzt habe ich wieder angefangen, im Rahmen unserer Leserunde, und habe mir vorgenommen, langsamer als sonst zu lesen, nur zu Hause in ruhiger Atmosphäre. Ich hoffe, dass dieses ruhigere, häppchenweise Lesen und der Austausch mit Euch, eine gute Art ist, den Zauberberg zu erklimmen. Ich habe bisher zwar erst knapp 30 Seiten gelesen, aber es fühlt sich schon besser an als die vorherigen Male.

Astrid

Zuerst kam ich nicht gut in das Buch hinein, musste Textstellen immer wieder nochmals lesen usw. Ich versuche aber durch diese Lesereise meine Konzentration und Aufmerksamkeit wieder zu verbessern. Also denke ich, dass das zum Prozess dazu gehört.

Alexandra

Ich kam überraschend schnell und gut in das Buch hinein, hatte – auch mit den eindrücklichen Landschaftsbeschreibungen – richtig das Gefühl, ich mache mich mit Hans Castorp auf die Reise. Das 2. Kapitel hat mir dann aber weniger Spaß gemacht, es war etwas zäher mit all den Hintergrundinfos und hat mich aus der erzählten Gegenwart gerissen. Deshalb freue ich mich, dass es im 3. Kapitel dort wieder weitergeht.

Tobias

Ich habe von Anfang an ein starkes „Twin Peaks“-Feeling: Ein abgelegener Ort mit imposanter Natur, an dem ganz offenbar irgendetwas (auch metaphysisch?) nicht mit rechten Dingen zugeht. Ein naiver, zunächst (?) irgendwie bewusst flacher Charakter, mit dem gemeinsam man auf rätselhafte, das groteske streifende Figuren trifft. Wird er zum Individuum werden? Dabei weiß man nie, ob einzelne Figuren noch wichtig werden oder es bei einer einmaligen Begegnung bleibt. Wenn es einen Plot geben sollte, tritt er in den Hintergrund hinter den Figuren und dem, was sie auslösen.

Was mir aufgefallen ist, sind die lehrhaften Einschübe des Erzählers – ist er eigentlich der Textwelt intern oder extern? -, die mich zunächst irritiert haben. Gedanken zur Zeit, zum Reisen, zum Verhältnis von Großeltern und Enkeln usw. Ich war eigentlich entschlossen, davon genervt zu sein. Aber diese Beobachtungen und Reflexionen sind oft einfach so treffend, dass es mir bisher nicht gelingt! Mach ruhig weiter damit, Erzähler!

Karen

Ich bin sehr gut in das Buch hinein gekommen, obwohl ich Bedenken hatte vor dem Projekt Zauberberg. Mit Hans Castorp im Zug auf den Berg zu fahren, das war ein wunderbarer Einstieg mit echter Vorfreude. Die Nacht im Totenbett mit Alpträumen zeigt aber gleich, wohin es gehen könnte. Ich freue mich auf die nächsten Kapitel.

Christoph

Ich bin meiner Meinung nach erstaunlich gut ins Buch hineingekommen. Thomas Mann beschreibt, wie ich finde, sehr anschaulich und schildert durchaus auch mit feinem Humor das Geschehen. Der Vorsatz zum Roman ist so tiefgründig, dass ich glaube, dass dieser sich im Reigen der Romananfänge großer Klassiker der Weltliteratur nicht zu verstecken braucht. Ich bilde mir ein, dass es mir bei der Lektüre von Thomas Manns nicht enden wollenden Schachtelsätzen sehr hilft, dass ich vor vielen Jahren im Studium bis zum Exzess üben musste, wie man im Altgriechischen Hauptsätze aus dem Wulst an Wörtern herausfiltert…

Daniela

Ich habe zwei Zitate und ein Lieblingswort! Seelenzergliederung ist das Wort.
1. Zeit ist Lethe (=Vergessen)
2. …ein Gefühl kam ihn an, die sonderbare, halb träumerische, halb beängstigende Empfindung eines zugleich ziehenden und stehenden, eines wechselndes Bleibens, das Wiederkehr und schwindeligen Einerleiheit war. S.40/10

Jasmin

Seelenzerglierung ist auch eins meiner Lieblingswörter.

Mein Lieblingszitat aber ist:

„Aber sobald er eingeschlafen war, begann er zu träumen und träumte fast unaufhörlich bis zum anderen Morgen. Hauptsächlich sah er Joachim Ziemßen in sonderbar verrenkter Lage auf einem Bobschlitten eine schräge Bahn hinabfahren. Er war so […] bleich wie Dr. Krokowski, und vorneauf saß der Herrenreiter […], den man lediglich hat Husten hören, und lenkte.“
Kapitel 1, Abschnitt 2, Seite 31.

Kerstin

„Der Mensch lebt nicht nur sein persönliches Leben als Einzelwesen, sondern, bewusst oder unbewusst, auch das seiner Epoche und Zeitgenossenschaft,(…).“
Kapitel 2, Bei Tienappels

Elke

Das habe ich mir auch notiert.

Jürgen

Eine von den vielen Stellen, die ich mir unterstrichen habe, findet sich gleich zu Beginn im Vorsatz:

„Um aber einen klaren Sachverhalt nicht künstlich zu verdunkeln: die hochgradige Verflossenheit unserer Geschichte rührt daher, daß sie vor einer gewissen, Leben und Bewußtsein tief zerklüftenden Wende und Grenze spielt… Sie spielt, oder, um jedes Präsens geflissentlich zu vermeiden, sie spielte und hat gespielt vormals, ehedem, in den alten Tagen, der Welt vor dem großen Kriege, mit dessen Beginn so vieles begann, was zu beginnen wohl kaum schon aufgehört hat.“

Ich habe mir diese Stelle aus zwei Gründen unterstrichen: Zum einen weil sie auf einen wichtigen Aspekt der Zeitwahrnehmung, mit der wir uns in den kommenden Wochen noch intensiv beschäftigen werden, verweist, dass es nämlich einschneidende Ereignisse gibt, die den kontinuierlichen Zeitablauf unterbrechen und diesen in ein Davor und ein Danach teilen und die Zeit des Davor uns unendlich weit entfernt scheint, obwohl sie vielleicht erst ein paar Jahre her ist.

Zum anderen habe ich sie mir unterstrichen, weil hier die Unsicherheit zu spüren ist, die Thomas Mann wohl empfunden hat, als er diese Sätze geschrieben hat. Laut seinem Tagebuch hat er nach einer Unterbrechung von ungefähr vier Jahren am 20. April 1919 die Arbeit an dem Roman wieder aufgenommen und am 24. April 1919 den Vorsatz beendet. Politisch war das eine äußerst unsichere Zeit. In München war Anfang des Monats die Räterepublik ausgerufen worden, es kam zu Schießereien, Beschlagnahmungen von Vermögen und es war völlig unklar, wie es in Bayern und in der jungen Weimarer Republik weitergehen würde. All das schwingt für mich in dieser Passage mit.

Sophia

„Leidest du auch so an kalten Füßen? Gleichzeitig hat man dann so ein heißes Gesicht, das ist unangenehm. Wir essen wohl gleich? Mir scheint, ich habe Hinger. Isst man denn anständig bei euch hier oben?“

Das fand ich erheiternd.

Anne Katrin

Hier steckt so viel schlauer Rat drin. Der bekannte Tapetenwechsel so schön poetisch ausgedrückt:
„Der Raum, der sich drehend und fliegend zwischen ihn [den Menschen] und seiner Pflanzstätte wälzt, bewährt Kräfte, die man gewöhnlich der Zeit vorbehalten glaubt; von Stunde zu Stunde stellt er innere Veränderungen her, die der von ihr bewirkten sehr ähnlich sind, aber sie in gewisser Weise übertreffen. Gleich ihr erzeugt er Vergessen; er tut es aber, indem er die Person des Menschen aus ihren Beziehungen löst und ihn in einen freien und ursprünglichen Zustand versetzt, ja selbst aus dem Pedanten und Pfahlbürger macht er im Handumdrehen etwas wie einen Vagabunden. Zeit, sagt man, ist Lethe; aber auch Fernluft ist so ein Trank, und sollte sie weniger gründlich wirken, so tut sie es dafür desto rascher.“

Liz

„Seelenzergliederung“ hat mir sehr gefallen.
Der Abschnitt (im Restaurant) über die Zeit, habe ich markiert:
„(…) Ich kann wohl sagen, es ist für mich geradezu ein Ereignis. Das ist doch einmal eine Abwechslung,- ich meine, es ist ein Einschnitt, eine Gliederung in dem ewigen, grenzenlosen Einerlei…“
„Aber die Zeit muß euch eigentlich schnell hier vergehen“, meinte Casrorp.
„Schnell und langsam, wie du nun willst“, antwortete Joachim.“ Sie vergeht überhaupt nicht, will ich dir sagen, es ist gar keine Zeit, und es ist auch kein Leben,- nein, das ist es nicht“, sagte er kopfschüttelnd (…)

Nicola

Ich fand die Aussage Joachims zu seiner Zeit in Sanatorium auch passend umschrieben:
„Ein Jahr spielt solch eine Rolle in unserem Alter, es bringt im Leben unten so viele Veränderungen und Fortschritte mit sich. Und ich muss hier stagnieren wie ein Wasserloch – ja ganz wie ein fauliger Tümpel, es ist gar kein zu krasser Vergleich…“ S 29 Z 14-18

Ich finde die Distanz bzw. die Abgeschiedenheit des Sanatoriums und die langen Aufenthalte werden gut dargestellt. Besonders weil sich ja beide Männer in einer Phase ihres Lebens befinden, in der sehr viele Veränderungen passieren. Das Sanatorium kling nach Stillstand.
Ich bin gespannt wie sich das weiter entwickelt.

Astrid

Ich bin am Anfang bei der Ankunft bei der Textstelle hängen geblieben, als Joachim über den Concierge erzählt, er habe sich die Kniescheibe rausnehmen lassen 😵‍💫. Hab aber immer noch nicht recherchiert, ob das wirklich geht!

Die Tatsache, dass Hans als Kind so viele Verluste verschmerzen musste und das so wenig Raum bekommen hat, also wie es emotional für ihn gewesen sein musste usw. fand ich bemerkenswert.

Ich habe mir eine Textstelle angestrichen im Kapitel „bei den Tienappels“. Bei meiner Ausgabe auf Seite 36, unten.
„Dem einzelnen Menschen mögen mancherlei persönliche Ziele, Zwecke, Hoffnungen, Aussichten vor Augen schweben…“

Ich finde die Texstelle gerade sehr aktuell.

Anita

Diese Textstelle habe ich ebenfalls markiert, auch mit Blick auf unsere gegenwärtige Situation. Insbesondere der letzte Satz beschäftigt mich.
„Dem einzelnen Menschen mögen mancherlei persönliche Ziele, Zwecke, Hoffnungen, Aussichten vor Augen schweben, aus denen er den Impuls zu hoher Anstrengung und Tätigkeit schöpft; wenn das Unpersönliche um ihn her, die Zeit selbst der Hoffnungen und Aussichten bei aller äußeren Regsamkeit im Grunde entbehrt, wenn sie sich ihm als hoffnungslos, aussichtslos und ratlos heimlich zu erkennen gibt und der bewußt oder unbewußt gestellten, aber doch irgendwie gestellten Frage nach einem letzten, mehr als persönlichen, unbedingten Sim aller Anstrengung und Tätigkeit ein hohles Schweigen entgegensetzt, so wird gerade in Fällen redlicheren Menschentums eine gewisse lähmende Wirkung solches Sachverhalts fast unausbleiblich sein, die sich auf dem Wege über das Seelisch-Sittliche geradezu auf das physische und organische Teil des Individuums erstrecken mag. Zu bedeutender, das Maß des schlechthin Gebotenen überschreitender Leistung aufgelegt zu sein, ohne daß die Zeit auf die Frage Wozu? eine befriedigende Antwort wüßte, dazu gehört entweder eine sittliche Einsamkeit und Unmittelbarkeit, die selten vorkommt und heroischer Natur ist, oder eine sehr robuste Vitalität.“ ( S.50 Fischerverlag, Ausgabe April 1991)

Alexandra

U.a. … Und Hans Castorp nahm neugierig einen tiefen, probenden Atemzug von der fremden Luft. sie war frisch – und nichts weiter. Sie entbehrte des Duftes, des Inhaltes, der Feuchtigkeit, sie ging leicht ein und sagte der Seele nichts.
„Ausgezeichnet“, bemerkte er höflich.

Ich mag diesen feinen Humor, der an vielen Stellen durchschimmert.

Tobias

„Eine Krankenschwester zeigte sich irgendwo, in weißer Haube und einen Zwicker auf der Nase, dessen Schnur sie sich hinter das Ohr gelegt hatte. Offenbar war sie protestantischer Konfession, ohne rechte Hingabe an ihren Beruf, neugierig und von Langerweile beunruhigt und belastet.“ (S. 22 Fischer Klassik)

Christoph

Ich habe mir zwei Abschnitte besonders markiert – Nr. 1, weil ich finde, dass hier Thomas Manns große Sprachkunst und die gedankliche Tiefe des Zauberbergs zutage tritt, und Nr. 2, weil ich den feinen Humor des Autors hier für mich heauslese.

Nr. 1: Angestrengte Arbeit zerrte an seinen Nerven, sie erschöpfte ihn bald, und ganz offen gab er zu, daß er eigentlich viel mehr die freie Zeit liebe, die unbeschwerte, an der nicht die Bleigewichte der Mühsal hingen, die Zeit, die offen vor ihm gelegen hätte, nicht abgeteilt von zähneknirschend zu überwindenden Hindernissen. Dieser Widerstreit in seinem Verhältnis zur Arbeit bedürfte genau genommen der Auflösung. War es möglicherweise so, daß sein Körper sowohl wie sein Geist – zuerst der Geist und durch ihn auch der Körper – zur Arbeit freudiger und nachhaltiger willig gewesen wäre, wenn er im Grunde seiner Seele, dort, wo er selbst nicht Bescheid wusste, an die Arbeit als unbedingten Wert und sich selbst beantwortendes Prinzip zu glauben und sich dabei zu beruhigen vermocht hätte?

Nr. 2: […] denn seine Maxime war, daß man außer in Hamburg im Reiche nicht zu bügeln verstehe […].

Zuletzt bearbeitet am 10 Stunden vor von Christoph
Sören Callsen

Tatsächlich stieß ich auf diese Gruppe, nachdem ich schon einige Zeit am Lesen war. Aber es ist schon, sich begleitet zu wissen, es ist so eine andere Welt, dieses Völkchen um 1900…

Harald

Hallo. Das ist mein erster Thomas Mann. Ich fand das erste Kapitel überraschend leicht und flüssig zu lesen. Im Gegensatz dazu war das zweite Kapitel sehr zäh.

Jasmin

War bei mir genauso. Ich war sehr erstaunt.

Rolf

Ich habe den Zauberberg letztes Jahr bestiegen. Auf der Reise hat mich die ausgezeichnete Lesung von Sven Walser begleitet. https://youtube.com/playlist?list=PLKhPzbR5L39LCNohCUhmgcNR2oCrAVT0M&si=pVjMXtLFM9nY2QWZ
Nicht als Alternative, sondern parallel zum Buch.

Nicole

Der Zauberberg hatte für mich immer etwas Bedrohliches, das ich mir für später aufgehoben habe. Ich habe schon einige Manns gelesen, sowohl Thomas als auch Heinrich. Aber der Zauberberg blieb immer liegen, für die Zeit, wenn man „Zeit hat“.
Ins Lesen bin ich erstaunlich gut hinein gekommen. Ich freue mich schon auf die nächsten Wochen. Ich weiß noch nicht, wie sich die lange Sommerpause auf meinen Lesefluss auswirkt.

Daniela

Mein Name ist Daniela, bin 57 Jahre alt und komme aus Rheinland-Pfalz. Ich lese quer Beet. Mein Lieblingsbuch, so zur Einordnung, ist „Der Distelfink“. Vor Jahren hab ich die „Buddenbrooks“ angefangen, aber nicht durchgehalten. Jetzt, in den Zauberberg, bin ich super gut reingekommen. Es macht mir sehr viel Freude und ich bin so gespannt, wie es weiter geht. Ich hab so viele Stellen die mir so sehr gut gefallen. S. 18/10 ff ist die Natur wunderbar beschrieben. Die Beschreibung des Grossvaters Senator Hans Lorenz Castorp ist so wahrhaftig, dass man meint dabeizusitzen. Ich hab mal nachgeschaut, heutzutage bräuchte man mit dem Zug von Hamburg nach Davos nur 11:33 h, damals zwei Tage mit Kutsche, Zug, Schiff und Schmalspurbahn.

Elsebe

Mein Name ist Anita. Den Zauberberg habe ich Ende der 1980 Jahre erstmals gelesen, viele Jahr später auf einer Heimreise als Hörspiel nochmal gehört. Jedesmal ein anderer Zugang und immer andere Themen, die mich angesprochen haben. Gelesen habe ich von Thomas Mann die Buddenbrooks, der Tod in Venedig und Josef und seine Brüder. Meistens schmöcker ich mich durch die zeitgenössische Literatur. Zuletzt habe ich das Narrenschiff von Christoph Hein gelesen, Dunkelblum von Eva Menasse hat mich begeistert.

Katrin

Ich bin Katrin und eigentlich treibe ich mich lieber bei den englischen und französischen Klassikern rum als bei den Deutschen. Vor vielen Jahren habe ich den Felix Krull gelesen und war erschüttert darüber, wie wenig fesselnd Thomas Mann schreibt, während ich Heinrich Mann zu jeder Zeit gut lesen konnte.
Jetzt bin ich ein paar Jahre älter und habe mich in letzter Zeit mehr mit Thomas beschäftigt. Ich habe zuletzt „Thomas Mann macht Ferien“ gelesen und mir daraufhin die Buddenbrocks vorgenommen. Die habe ich noch nicht gelesen, weil plötzlich über einen anderen Leseclub die Sage von einer geführten Zauberberg-Wanderung umging. Also bin ich hier und mit mir mein Zauberberg.

Ich bin erstaunlich gut in das Werk reingekommen und es hat Spaß gemacht, es abzulesen. Bin der gespannt, wie es weitergeht und wie ich mit den Längen klarkomme, die bei Thomas Mann zwangsläufig kommen müssen. Ich mag die Sprache und auch den süffisanten Unterton und ich bewundere die klare Linie und Schnörkellosigkeit.
Wahrscheinlich ist es bei Mann wie bei Goethe: Es braucht eine gewisse Reife, um wirklich zu verstehen. Ich bin auch verwundert, dass faktisch Landschaft und Personen vor meinem geistigen Auge schon zum Leben erwacht und faktisch bei mir eingezogen sind.

Mein Lieblingsbuch ist „Die Brautprinzessin“, ich mag besonders Dickens und Austen und auch Dumas und Balzac und momentan les ich auch gerne Zeitgenössisches, zuletzt sehr gerne „Der Gott des Waldes“ von Liz Moore.

Katrin

Ich bin Katrin und eigentlich treibe ich mich lieber bei den englischen und französischen Klassikern rum als bei den Deutschen. Vor vielen Jahren habe ich den Felix Krull gelesen und war erschüttert darüber, wie wenig fesselnd Thomas Mann schreibt, während ich Heinrich Mann zu jeder Zeit gut lesen konnte.
Jetzt bin ich ein paar Jahre älter und habe mich in letzter Zeit mehr mit Thomas beschäftigt. Ich habe zuletzt „Thomas Mann macht Ferien“ gelesen und mir daraufhin die Buddenbrocks vorgenommen. Die habe ich noch nicht gelesen, weil plötzlich über einen anderen Leseclub die Sage von einer geführten Zauberberg-Wanderung umging. Also bin ich hier und mit mir mein Zauberberg.

Ich bin erstaunlich gut in das Werk reingekommen und es hat Spaß gemacht, es abzulesen. Bin der gespannt, wie es weitergeht und wie ich mit den Längen klarkomme, die bei Thomas Mann zwangsläufig kommen müssen. Ich mag die Sprache und auch den süffisanten Unterton und ich bewundere die klare Linie und Schnörkellosigkeit.
Wahrscheinlich ist es bei Mann wie bei Goethe: Es braucht eine gewisse Reife, um wirklich zu verstehen. Ich bin auch verwundert, dass faktisch Landschaft und Personen vor meinem geistigen Auge schon zum Leben erwacht und faktisch bei mir eingezogen sind.

Mein Lieblingsbuch ist „Die Brautprinzessin“, ich mag besonders Dickens und Austen und auch Dumas und Balzac und momentan les ich auch gerne Zeitgenössisches, zuletzt sehr gerne „Der Gott des Waldes“ von Liz Moore.

Britta Krebs

Hallo, ich bin Britta. Als Kind habe ich völlig unbedarft und furchtlos alles gelesen, was mir (auch unerlaubterweise) in die Finger kam. Diese Unvoreingenommenheit möchte ich mir mit dem Zauberberg zurückerobern. Nach dem Motto: Einfach drauf los.
Ich lese ziemlich breit gestreut. Gerne mag ich gut geschriebene Krimis (D. L. Sayers). Sie wirken im Idealfall wie ein Brennglas für das Handeln und die Beweggründe.
Jetzt also der Zauberberg, der für mich immer so eine ferne, sagenumwobene Bergfestung war. Ich bin ganz gut reingekommen und mag die geschliffene Ausdrucksweise.
Die Beschreibung des Zimmers im Berghof fand ich fesselnd: gleichzeitig gestochen scharf und beklemmend. Nur ein Totenbett … wie ein böses Omen. Bin gespannt, wie es weitergeht

Edith

Ich heiße Edith, lebe in Österreich und habe mir den Zauberberg als Hörbuch angehört. Nun möchte ich ihn lesen, darum bin ich hier dabei.

Liz

Mein Name ist Liz,
Hab vor mehr als 30Jahren Literatur (leider nicht zu Ende) studiert und habe jetzt wieder große Lust bekommen, Klassiker zu lesen! Am liebsten lese ich Psychologisches, sowohl in der Literatur als auch als Sachbuch.
Den „Zauberberg“ hatte ich schon damals gelesen und war sehr angetan,
geh jetzt wieder mit neuer Entdeckerfreude ans Werk ..

Zuletzt bearbeitet am 1 Tag vor von Liz
cypher429

Hi, ich bin Dennis und lese eigentlich eine bunte Mischung aus allem, klassische Literatur , Tagebücher aus diversen Epochen und vieles mehr . Man weiß , dass man Thomas Man liest wenn man .. „ ein Husten ganz ohne Lust und Liebe , der nicht in richtigen Stößen geschah, sondern nur wie ein schauerlich kraftloses Wühlen im Brei organischer Auflösung Klang „… liest und man diesen dann in Gedanken hört … die Sprache von Thomas Mann lässt Bilder & Sinnes Eindrücke entstehen wie es kaum einem anderen gelingt . Ich freue mich auf die Reise .

Tobias

Die Passage fand ich auch sehr stark!

Lukas

Hallo alle miteinander, ich heiße Lukas, bin 40 Jahre alt und lese gerne Biographien, Klassiker, Gegenwartsliteratur und Sachbücher. „Der Zauberberg“ ist mein 2nd Read, da ich während meines Studiums ein Thomas Mann Seminar belegt hatte und wir sowohl den Zauberberg als auch die Buddenbrooks gelesen und mit individuellen Hausarbeiten interpretiert haben.
Ich habe bisher sehr gut ins Buch gefunden und erhoffe mir nicht nur einen regen Austausch über die Inhalte, sondern auch ein weniger „literaturwissenschaftliches“ Lesen.
Markiert habe ich mir bisher nichts.

Kerstin

Mein Name ist Kerstin (43). Kürzlich habe ich nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder mit großem Vergnügen „Buddenbrooks“ gelesen und bin dann bei Instagram über den Klassikerclub gestolpert. Also, bleibe ich in diesem Jahr noch ein bisschen bei Thomas Mann und lese ebenso zum zweiten Mal seit vielen Jahren den „Zauberberg“ wieder. Beim ersten Lesen als junger Mensch hatte ich hier den Eindruck, vieles gar nicht richtig verstanden zu haben. Das wird nun hoffentlich besser.
Gewöhnlich lese ich sehr gemischt, aber auch immer mal wieder Klassiker. Außer „Buddenbrooks“ mag ich als Klassiker z.B. „David Copperfield“ besonders. Bei aktueller Literatur haben mir im letzten Jahr „Katabasis“ von R. F. Kuang und „Das Narrenschiff“ von Christoph Hein gut gefallen.
Ich habe bei der ersten Leseetappe den Vorsatz als Ganzes als sehr interessant empfunden. Den sollte man sich vielleicht ganz zum Schluss des Romans nochmal durchlesen. Mir blieb als Zitat im Gedächtnis der Ausdruck vom Erzähler als „den raunenden Beschwörer des Imperfekts“.
Bisher ist das Lesen recht flüssig gelaufen, nur in das Kapitel mit der Taufschale kam ich nicht ganz so gut rein, obwohl ich hier verblüffende Ähnlichkeiten mit einigen „Buddenbrooks“-Stellen gespürt habe.

Jörg

Hallo zusammen, ich heiße Jörg und bin 53 Jahre. Meine Leseerfahrungen mit Klassikern haben nach der Schulzeit aufgehört. dann habe ich mich eher Krimis, neuzeitlichen Romamen und Sachbüchern gewidmet. Der Zauberberg faszinierte mich auch durch diesen Klub, gemeinsam einen Klassiker durchzustehen. Die erste Woche war für gut, die teilweise langen Sätze anstrengend, aber inhaltlich nachvollziehbar. Besonders spannend finde ich jetzt schon die Bedeutung von Gesellschaft, Arbeitsmoral und Klassenunterschiede. Freue mich auf unsere Reise. Zitat Ausschnitt: Der Mensch lebt nicht nur sein persönliches Leben als Einzelwesen, sondern, bewusst oder unbewusst, auch das seiner Epoche…

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