Organisches


Woche 8: Ob Thomas Mann angesichts seiner unbestrittenen sprachlichen Fähigkeiten manchmal das Gefühl hatte, auch ein Telefonbuch interessant erzählen zu können? Ich weiß es nicht – für den Fall medizinischer Fachbücher ist diese Einstellung jedenfalls dokumentiert. Wer anders als ich von dieser Wegstrecke literarisch besonders angetan war, möge das unbedingt in den Kommentaren kundtun!

  1. Rückblick auf den Abschnitt
  2. Leseplan Etappe 2 – Rast und Nebentour
  3. Anregungen zum Austausch

1. Rückblick auf den Abschnitt

Hans Castorp bildet sich auf eigene Faust weiter. Den ersten Anlass dazu bietet ein Besuch in der Wohnung des Hofrats. Diesen wusste unser Protagonist durch Vorspiegelung innigen Interesses am künstlerischen Hobby des Mediziners einzufädeln. Dass es ihm letztlich nur um das Porträt von Madame Chauchat ging, erkennt schließlich auch der um seine Liegekur betrogene Joachim.

Mit sichtbarer Aufregung lauscht Hans Castorp den Ausführungen des Hofrats über die Beschaffenheit von Haut, Gewebe und Innereien der Russin – eine eigentümliche Weise, sich der Angebeteten via vertiefter Kenntnis der Humanwissenschaften anzunähern.

Hans Castorp wird geradezu süchtig nach dieser Art von Einsichten, bestellt sich kostspielige Fachliteratur und studiert die dicken Bände halb wach, halb träumend auf seinem inzwischen winterlich frostigen Balkon. Auf den Spuren biologischer Lebensforschung verliert er sich in abgrundtiefe Betrachtungen über Atome und Universen, so dass er schließlich selbst nicht mehr weiß, ob es ihn als liegenden und reflektierenden Patienten einmal, doppelt oder unendlich oft gibt.


2. Leseplan Etappe 2 – Rast und Nebentour

Wir nähern uns der Mitte des Buches. Hier war ursprünglich eine sechswöchige Pause geplant. Das Stimmungsbild hat ergeben: Die Bedürfnisse sind verschieden. Manche würden gerne ohne Unterbrechung durchlesen. Andere wünschen sich eine Pause bzw. Zeit zum Aufholen, manche kurz, manche länger.

Ich schlage folgenden Kompromiss vor: Eine kurze Rast mit Option auf eine Nebentour.

Nach dem Abschnitt Walpurgisnacht und vor Veränderungen legen wir auf der Wanderung eine 14tägige Pause ein. Konkret: Am 2. August und am 9. August kommt hier kein neuer Beitrag zum Zauberberg. Am 16. August geht es mit dem Beginn des Sechsten Kapitels weiter.
Den neuen Leseplan kannst du wieder als PDF herunterladen.

Nebentour: Tristan (1901)

Das Angebot für jene, die keine Pause brauchen und an der Welt des »Zauberberg« dranbleiben möchten: Wir lesen in der Zwischenzeit Thomas Manns frühe Erzählung »Tristan«, eine Art Mini-Zauberberg. Diese Sanatoriumsnovelle und Vorstudie von 1901 ist mit ca. 60 Seiten bequem in zwei Wochen zu bewältigen und bietet einen sehr reizvollen Vergleich zum Epochenroman.

Für den »Tristan« wird es Mitte August einen Beitrag im Rahmen unserer Zauberberg-Leserunde geben. (Eine Warnung vorab: »Tristan« ist nicht zu verwechseln mit Thomas Manns Kurzerzählung »Tristan und Isolde«. Wenn du dir den Text rechtzeitig besorgen möchtest, wirst du fündig bei Fischer und Reclam.)


3. Anregungen zum Austausch

  1. Thomas Mann nahm jeden seiner großen Romane zum Anlass umfangreicher Recherchen. In diesem Abschnitt werden wir zum Abnehmer (Opfer?) seiner medizinischen und biologischen Studien. Wie ging es dir beim Lesen?
  2. Der Hofrat ist eine meiner Lieblingsfiguren im Roman. Nicht weil er mir sympathisch ist, beileibe nicht. Ich freue mich aber über jeden Auftritt, weil ich seine zackige Sprache so wunderbar getroffen finde. Gibt es hier noch andere Hofrat-Fans? Oder bist du Fan einer anderen Figur?
  3. Ein Abstecher zum Mini-Zauberberg »Tristan«: Wer hat Lust darauf? Ich mag die Erzählung sehr!
  4. Zitat der Woche: Hat es dir ein Satz besonders angetan?

Klassikerclub unterstützen

Der Klassikerclub ist ein Herzensprojekt. Kostenlos, werbefrei und offen für alle. Niemand muss etwas geben. Wenn du das Projekt unterstützen möchtest, freue ich mich über einen freiwilligen Beitrag für Technik, Webdienste und die Arbeit hinter Leserunden, Podcast und Newsletter.

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
33 Kommentare
Älteste
Neueste Meistbewertet
Nicole

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich von den Ausführungen zur biologischen Lebensforschung fasziniert war. Als Naturwissenschaftler ist es immer wieder interessant zu sehen, wie sich Theorien entwickelt haben. Vieles von dem, worüber Hans Castorp sinniert, kommt uns heute doch sehr überholt vor. Aber das ging uns ja bereits so bei den Behandlungsmethoden Hier Oben. Ich glaube aber, dass diese Passage für viele Leser sehr ermüdend sein kann.

Ich bin beim Abstecher zum Mini-Zauberberg mit dabei und freue mich schon darauf.

Jasmin

Ich war auch sehr fasziniert von den Ausführungen. Mann hat es wirklich drauf und man muss auch bedenken, dass es damals noch keine Computer gab. Einfach klasse wie er das recherchiert hat und so gut umgesetzt hat.

Alexander

Anfänglich hatte ich Vorbehalte gegenüber den Kapiteln, da ich mich weniger für Medizin interessiere.
Trotzdem war ich fasziniert, wie Thomas Mann ein wissenschaftliches Thema in literarische Form gießt. Wir erleben die Begeisterung für die Medizin bei Hans, wie er die Informationen verarbeitet und welche Schlüsse er daraus zieht.

Silke

Für mich waren die Vorstellung teilweise bizarr. Aber aus philosophischer Sicht zeigt sich halt wieder, dass der Mensch immer versucht, seine Umgebung zu verstehen und sich Erklärungen schafft. Für mich ist auch interessant, wie Hans Castorp sich in dieses Gebiet vertieft. Nach seinem Verhalten mit und bei dem Porträt hätte ich erwartet, dass es in dieser Richtung weitergehen würde… 😉
Ich bin auch bei Tristan dabei.
Den „Zauberberg“ habe ich aufgeholt und bin nun auch „im Rhythmus“.

Jürgen

Die beiden Kapitel „Humaniora“ und „Forschungen“ zählen für mich zu den Teilen des Romans, bei denen ein Teil meines Leser-Ichs sich sehnlichst den radikalen Eingriff eines selbstbewussten Lektors wünscht, der dem Autor unmissverständlich zu verstehen gibt: „Fasse dich kurz.“

Der andere Teil meines Leser-Ichs hält diesen Abschnitt, bei allem inhaltlichen Desinteresse, das ich gegenüber physiologischen Vorgängen habe, in zweierlei Hinsicht für wichtig und interessant:

Zum einen lässt sich hier sehr gut die Arbeitsweise Thomas Manns demonstrieren. Wenn man sich die Stellenkommentare in der GKFA anschaut, bezieht sich Thomas Mann in diesen Kapiteln zu großen Teil auf das Lehrbuch der Physiologie von L. Hermann, das man sich bei Google Books anschauen kann. Wie er dann die nüchterne Wissenschaftsprosa in den typischen „Thomas-Mann-Sound“ verwandelt, ist meines Erachtens große schriftstellerische Kunst.

Zum anderen stehen beide Abschnitte in einer engen Beziehung zueinander. Meiner Meinung nach kann das Kapitel „Forschungen“ als Intensivierung oder Steigerung des vorangegangenen Abschnitts „Humaniora“ gelesen werden.

In „Humaniora“, dem ersten der beiden Kapitel, steht, ausgehend vom Porträt Clawdia Chauchats, das der Hofrat gemalt hat, die sinnliche Wahrnehmung des menschlichen Körpers im Mittelpunkt des Gesprächs zwischen Hans und Behrens. Zuerst geht es um das Bild als solches, dann um die künstlerische Darstellung der Haut und schließlich um ein erstes gedankliches Eindringen in Clawdias Körper, in dem die Beschaffenheit ihrer Haut seziert wird.

Im Kapitel „Forschungen“ wird dieses gedankliche Eindringen dann noch intensiviert, in dem nun der menschliche Körper in seine kleinsten Bestandteile zerlegt wird und diese dann analysiert werden.

Beide Abschnitte zusammen spielen darüber hinaus, wie wir in Kürze erfahren werden, für die Komposition des Romans eine wichtige Rolle. Dienen sie doch als Grundlage und Einstimmung für eine erneute Beschäftigung mit dem menschlichen Körper,

herzliche Grüße
Jürgen

Alexander

Mir ging der gleiche Gedanke bezüglich des Lektors durch den Kopf.
Ich bin solchen Einschüben gegenüber misstrauisch, aber ich habe meine Bedenken teilweise beiseite schieben können.
Der für mich ansonsten schwer greifbare Hans zeigt großes Interesse an der Medizin und hätte sich gar den Beruf des Mediziners vorstellen können.
Dadurch, dass Behrens medizinisches Wissen vermittelt, sehe ich mich wie Hans in der Rolle des interessierten Zuhörers.
Deine Analyse hat mich dahingehend überzeugt, dass die medizinischen Ausführungen für den Roman von Bedeutung sind.
Vielen Dank für die treffende und schlüssige Analyse.

Silke

Ich glaube eigentlich, dieses schwankende Interesse (denn kurz davor war das Porträt noch das wichtigste) zeigt eher seinen – für mich etwas „lauwarmen“ Charakter. Er entflammt schnell für etwas oder gibt sich damit zufrieden, beginnt es dann und verliert dann auch wieder das Interesse. Ich meine diese Beschreibung war auch auf den ersten Seiten des Romanes zu finden. Ich bin gespannt, wie lange das Interesse bei ihm anhält.

Alexander

Mir ist aufgefallen, dass Leserinnen Hans Castorp sehr kritisch sehen.
Für mich ist er, wie im Roman beschrieben, eine mittelmäßige Person, die mir im Alltag wahrscheinlich nicht auffallen würde.

Alexander

Einen Einwand habe ich doch und zwar bezüglich der demonstrierten Arbeitsweise von Thomas Mann
Das ist sicherlich für den Literaturwissenschaftler interessant, aber für den Leser, der sich mit dem Roman und seinen Themen auseinandersetzt wohl eher nicht.

Alexander

Diese voreilige Einschätzung nehme ich zurück, denn es hat mich nach anfänglichem Widerwillen gegenüber einem naturwissenschaftlichen Thema fasziniert, wie Thomas das Thema in eine literarische Form gießt, indem er die Begeisterung und das große Interesse von Hans für die Medizin schildert und wir seine Gedankengänge zum Gelesenen verfolgen können.

Jürgen

Moin, Alexander,

deinen Einwand/Hinweis fand ich durchaus berechtigt. Denn die Frage nach der Arbeitsweise Thomas Manns ist ohne Zweifel ein Spezialthema für die Thomas-Mann-Nerds und dient vielleicht nur am Rande zum besseren Verständnis dieses Romans.

Ich fand diesen Nebenaspekt insofern erwähnenswert, weil ich vor kurzem noch einmal das Zauberberg-Kapitel in Hermann Kurzkes Thomas-Mann-Biographie gelesen habe. Kurzke verweist an einer Stelle auf die Unmengen an Sekundärmaterial, die Mann für diesen Roman verwendet hat und begründet dies damit, dass die biographischen Quellen aus denen er bis dahin die Inspiration für seine wichtigen Werke gezogen hatte, erschöpft waren.

Seine bürgerliche Herkunft hatte er in „Buddenbrooks“ behandelt, sein erfolgreiches Werben um und schließlich die Ehe mit Katia Pringsheim und damit der endgültige Aufstieg in die Welt des Großbürgertums in dem Roman „Königliche Hoheit“ und das Thema Homoerotik in „Der Tod in Venedig“. Kurzke kommt dann zu folgendem Resümee:

„Je mehr das eigene Leben als Quelle erschöpft ist, desto wichtiger werden andere Quellen. Wenn das Ich auserzählt ist, bedarf es der Erweiterung. In großem Maßstab nimmt es Fremderfahrung auf.“

Von daher kann man Hans Castorps Arbeitswut, mit der er sich in die medizinische Fachliteratur vergräbt, durchaus auch als ironische Selbstbeschreibung Thomas Manns lesen, der während seiner Arbeit am Roman immer fleißig am exzerpieren war.

Ich hoffe, ich konnte mit diesen Anmerkungen erklären, warum ich den Hinweis auf Thomas Manns Arbeitsmethode für erwähnenswert hielt,

herzliche Grüße
Jürgen

Alexander

Moin Jürgen,

Ich bin von Deinen Analysen sehr angetan.
Vielen Dank für den Hinweis, in welchen Werken er seine Biographie literarisch verwendet hat.
Die Erklärung von Kurzke bezüglich der ausgiebigen Verwertung von Quellen halte ich für sehr wichtig.
Das geht auch sehr schön aus dem Reclam Band zum Zauberberg von Daniela Lange hervor, den ich während der Lektüre gerne zu Rate ziehe.

Herzliche Grüße

Alexander

Silke

Ich fand es, ehrlich gesagt, fast amüsant, wie lang ein Satz werden kann….

Kerstin

Das war das erste Kapitel, bei dem ich mich ein bisschen quälen musste. Thomas Mann wollte wohl wirklich zeigen, was er alles recherchiert hat.
Allerdings berühren die Ausführungen zur Biologie ja auch philosophische Fragen: Zwei Absätze im Kapitel „Forschungen“ beginnen mit „Was war das Leben?“. Beschäftigt sich Hans vielleicht mit dieser Fachliteratur, weil er in der Liebe (oder dem Verliebtsein) aber ebenso bei den philosophischen Gesprächen mit Settembrini das Gefühl hat, nicht weiterzukommen? Nähert er sich seinem Dasein auf dem Zauberberg deshalb mal von einer ganz anderen Seite?
Ja, er will Madame Chauchat näher kommen, aber vielleicht auch sich selbst. Und wahrscheinlich auch seine und die Krankheit der anderen besser verstehen.
Das wären meine Ideen dazu, warum das Kapitel zwar u. U. schwer zu lesen, aber vielleicht im Roman insgesamt doch sinnvoll ist.

Daniela Kauf

Für mich war insbesondere das Kapitel Forschungen schwer zu verstehen. Ich denke, dass die Frage nach dem Leben und der Entstehung jeglichen Lebens hier behandelt wurde. Die Verliebtheit wurde versucht in logischen Vorgängen zu verstehen und zu deuten.

Dörthe

Ich habe mich mit der Darstellung der medizinischen und biologischen Studien doch etwas schwer getan. Beim Lesen habe ich versucht, den Text mit meinem, nicht besonders ausgeprägten, aber doch vorhandenen Wissen über den menschlichen Körper, die Zellen, der Entstehung des Menschen und der Entstehung von einigen Krankheiten in Einklang zu bringen und es ist mir doch an einigen Stellen durchaus schwer gefallen.
Gerade deswegen fand ich die Kommentare hier in Bezug auf die Inhalte der Kapitel überaus hilfreich.
Ich bin aber trotzdem froh, wenn es mit der Geschichte weitergeht 😅

Alexander

Mit dem Kapitel Forschungen hat Thomas Mann meine Begeisterung für ihn auf eine harte Probe gestellt.
Beim Lesen des Kapitels gingen mir verschiedene Fragen durch den Kopf begleitet von Widerwillen, Verärgerung, Unverständnis, Langeweile …
Hat Thomas Mann überhaupt nicht an seine Leser gedacht?
Soll ich das Kapitel einfach überspringen?
Nicht wenige Leser werden bei diesem Kapitel das Buch verärgert und resigniert zugeschlagen haben.
Vielleicht ist Thomas Mann doch nichts für mich, da ich mich überfordert fühle?
Bei mir hat sich mit dem Erreichen des Endes des Kapitels eine große Erleichterung eingestellt.
Thomas Mann und ich haben den Härtetest bestanden.
Das Kapitel ist bei allen Mühen und Qualen, denen sich der Leser unterziehen muss, unverzichtbar.
Hans nähert sich den zentralen Themen Leben, Krankheit, Tod und Liebe auf naturwissenschaftlich-biologische Weise und verbindet sein erlesenes Wissen mit philosophischen Überlegungen.

Katrin

Also ich habe den Abschnitt gerade beendet und mich köstlich amüsiert. Mittlerweile wissen wir ja, dass Mann auch ein echter Schelm sein konnte.

Da ich denke, dass es sich beim Zauberberg mehr um einen Sex- als um einen Bildungsroman handelt, sehe ich in der wissenschaftlichen Abhandlung mehr ein Synonym des animalischen Innenlebens von Hans Castorp. Mir scheint, das genau dieses Schmunzelkapitel vorher gut aufgebaut wurde … Mit dem Gespräch beim Hofrat über Haut und Bild der Chauchat … die Anatomie könnte damit folgerichtig durchaus eine Metapher sein… Castorp hin- und hergerissen zwischen Lust und Sittlichkeit und auf der Suche nach einer Rechtfertigung, warum er „bebt“.

Daniela Kauf

Ich bin ab der ersten Erwähnung Settembrinis ein Fan von ihm. Er stellt für mich den Fortschritt allgemein und den der Geisteswissenschaften insbesondere, dar.

Jasmin

Ich bin auch ein Fan vom Hofrat. Er lockert so manches auf und ist such ein wenig witzig.

Dörthe

Oh, für mich stellt Behrens eher jemand dar, der alles in eine Schablone packt und dementsprechend alle Patienten für krank hält. Meine Meinung über ihn ist, wie folgt: Er betreibt die Klinik in erster Linie, weil er seine Frau nicht retten konnte,obsessiv weiter und „schwebt“ über seinem Sanatorium. Das ist seine Welt. Er versucht sich an der Malerei und lebt in einer Wohnung innerhalb der Klinik, also in einem Elfenbeinturm und residiert dort. Für mich steht er eben deshalb eher für Stillstand🫣. Ich muss im weiteren Verlauf meine Meinung noch einmal überprüfen, ich habe die Figur wahrscheinlich von vorn herein in eine Schublade gepackt und sehe deswegen alles an ihm kritisch und negativ😅

Alexander

Absolut. Ich habe auch immer wieder großes Vergnügen an seiner Ausdrucksweise und seinen Wortschöpfungen.
Ich gebe Ihnen einen Rat sine pecunia!
Leider habe ich es verpasst,
mir seine besten Sprüche zu notieren.
Als Person kann ich ihn mir gut vorstellen und ich finde auch, dass er in der Verfilmung von Geißendörfer durch Christian Blech gut dargestellt wurde.

Daniela Kauf

Ich bin dabei.

Silke

Ich auch, sehr gerne

Alexander

Bin dabei!

Daniela Kauf

Seite 404/17: Leben ist, dass im Wechsel der Materie die Form erhalten bleibt. Ein sehr beruhigendes und aufbauendes Zitat, wie ich finde. Alles wird immerzu erneuert und bleibt doch sich selbst.

Jasmin

„Alle mit dem Menschen, es sind bloß Abschattierungen von ein und derselben wichtigen und… hauptsächlichen Interesse, nämlich dem Interesse am Menschen“ S. 392

Alexander

Soweit die Pathologie, die Lehre von der Krankheit, der Schmerz, Betonung des Körpers, die aber, als Betonung des körperlichen,
zugleich eine Lustbetonung war, Krankheit – war die unzüchtige Form des Lebens.

Silke

Heinz Strunk „Der Zauberberg 2“ – hat jemand das schon gelesen? Mich würde interessieren, ob sich das lohnen könnte. Ich mag Heinz Strunk eigentlich ganz gerne – wenn auch seine Erzählungen manchmal melancholisch gewalttätig wirken – und ich überlege, ob das eine Art „Kontrastleseprogramm“ zum sehr feinen Mann-Zauberberg sein könnte… Vielleicht weiß das ja jemand 😉

33
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x