Etappe 2: Kapitel V-VIII

1. Rückblick auf den Abschnitt

»Hol’s der Teufel, hier findet man sich gar nicht zurecht!« (Fischer 86, Kap. VIII)

Die Kapitel V-VIII bringen in vier Gesprächen neue Aspekte des Beziehungsnetzwerks rund um den Protagonisten ans Licht. Gespielt wird in diesem Abschnitt gar nicht. Oder doch? Vielleicht sind Alexej und die um ihn herum gruppierten Figuren nicht nur Glücksspieler:innen, sondern auch Spieler:innen der Liebe, der Macht, der offenen und verschleierten Kommunikation

Ein stürmisches Gespräch zwischen Alexej und Polina endet in einer Gehorsamsprobe: Alexej möge Baron und Baronin Wurmerhelm provozieren. Die öffentliche Provokation führt zum Rapport beim General. Alexej wehrt sich überraschend deutlich. Er verteidigt seine Position als eigenständige juristische Person und stellt eine Konfrontation mit dem Baron in Aussicht. Davon versucht ihn der Franzose des Grieux anderntags abzuhalten. Das Überreichen eines Briefes von Polina zeigt bei Alexej schließlich Wirkung. Im darauffolgenden Gespräch mit dem Engländer Mr. Astley erschließen sich dem Protagonisten neue Informationen über die frühere Identität von Mademoiselle Blanche. Alexej meint zu erkennen: Das Schicksal der gesamten Gruppe hängt am Erbe der Petersburger babuschka.

Kursaal Wiesbaden (ca. 1858)
2. Angebote zum Gespräch

Einige mögliche Anknüpfungspunkte fürs Gespräch, wie üblich wiederzufinden im Kommentarbereich.

  • Dein Zitat der Woche
  • Figuren und Konstellationen: Welche Entwicklungen haben dich überrascht oder gepackt? Wie hat sich deine Sichtweise und Bewertung der Figuren verändert?
  • Autonomie und Unterwerfung: Gegenüber dem General besteht A. auf seinem Selbstbestimmungsrecht. Gegenüber Polina liefert er sich völlig aus. Wie ist diese Dynamik zu verstehen?
  • Erzählform Gespräch: Fast der ganze Abschnitt (Ausnahme: Begegnung mit Baron/in) besteht aus Gesprächen. Wie hast du dies erlebt? Trotzdem lebendig? Oder eher stagnierend? Erzählerisch überzeugend – oder nicht so?
  • Offene Fragen: Was auch immer du dich beim Lesen gefragt hast…
3. Fragen für die nächsten Kapitel

Ich wurde auf Fragen für die jeweils nächste Etappe angesprochen. Folgende schlage ich für Etappe 3 (Kapitel IX-XI) vor:

  1. Eine neue Figur betritt die Bühne der Handlung. Wie verändert sie die Konstellationen unter den bekannten Personen?
  2. Kann man dem Erzähler trauen? Wie verlässlich erscheint dir seine Wiedergabe der “Wirklichkeit”?
  3. Liebe – Geld – Macht: Sie sind der Treibstoff der Erzählung. Welchen Einfluss üben sie auf Alexej und die anderen in den drei nächsten Kapiteln aus?
  4. Nach dieser Etappe haben wir mehr als die Hälfte des Buches gelesen. Wie sieht dein Lese-Erleben nach drei Etappen aus? Welche Erwartungen wurden bestätigt, welche haben sich gewandelt?
4. Neues im Kommentarbereich

In der Kommentarfunktion gibt es kleine technische Änderungen:

  • Einklappen: Fragenthreads lassen sich nun mit einem kleinen Pfeil (rechts) einklappen. Für eine bessere Übersicht.
  • Zustimmen: Unter jedem Kommentar kann man nun per + Knopf seine Zustimmung ausdrücken.
  • Identifikation: Für einen Kommentar sind Name und Email nun vorgesehen. Grund: Wider Willen erschienen bisher mehrere Teilnehmende ohne Namen oder mit kryptischen Kürzeln. Dem wäre jetzt abgeholfen. Sollte diese Änderung jemanden hindern zu kommentieren, bitte Meldung an mich. So oder so: Die Email erscheint nach wie vor nicht öffentlich.

Ich bin gespannt auf eure Lese-Erfahrungen! Viel Freude beim Gespräch!

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Etappe 1: Diskussion im Überblick

Was für ein tolles Gespräch zu Etappe 1 (Kapitel I-IV)! Vielen Dank für alle Kommentare bisher.

Wenn es dir so geht wie mir, ist der Überblick inzwischen nicht mehr ganz leicht zu behalten. Deshalb hier ein kleiner Service: Die bisherige Diskussion in ihren Schwerpunkten zusammengefasst.

Natürlich dürft ihr gerne zu Etappe 1 noch weiter kommentieren und diskutieren!

1. Eindruck vom Einstieg – Verständnis, Schwierigkeit, Stimmung

Viele Kommentator:innen berichten, dass der Einstieg in den Roman nicht einfach war — teils wegen der Vielzahl an Figuren und der ungewohnten Erzählweise, teils wegen der gesellschaftlichen und sprachlichen Distanz (Französisch, russisch-europäischer Kontext). Beispiele:

„Mir fiel es etwas schwerer, richtig reinzukommen. … Ich konnte es mir durch die beiläufige Erklärung, dass er mit den Kindern den Tag verbringt, herleiten, aber … selbst sein Name ist bis jetzt noch nicht im Buch gefallen.“  

„Ich muss mich erst einmal an die Schreibweise von Dostojewski gewöhnen.“  

Andere jedoch fühlten sich schnell „drin“ und mochten besonders die subjektive Erzählweise:

„Die Sichtweise des Protagonisten spannend und gar nicht mal so unaktuell.“  

„Ich bin erstaunlich gut ins Lesen gekommen. … Dieser Gedanke, dass man sofort mittendrin ist … passt gut zu der Spannung und Gehetztheit …“  

Kern des Strangs: Der Roman erzeugt ambivalente Leseerlebnisse — Einstieg fällt nicht allen leicht, aber sobald man drin ist, überzeugt Erzählform und Atmosphäre viele.


2. Charakter des Erzählers / Figur des Protagonisten – Ambivalenz, Sympathie, Irritation

Ein großer Teil der Kommentare widmet sich dem Ich-Erzähler (Alexej) und seiner komplexen Persönlichkeit: Bewunderung, Irritation, moralische Unsicherheit — oft alles gleichzeitig.

„Ich liebe diese Stelle … Dieser Widerspruch, Hingebung und diese direkte deutliche Sprache.“  

„Seine Liebesbezeugungen … und dass er sofort von der Klippe gesprungen wäre … finde ich nicht wirklich gesund.“  

„Toxische Beziehung, wenn das mal nicht aktuell ist!“  

Andere kritisieren, dass der Erzähler oft unangenehm prahlerisch oder überheblich wirkt — gerade in Kontexten wie dem Casino, der Gesellschaft oder im Vergleich mit anderen Figuren.

„Er versucht, sich über andere zu erheben … Überhaupt geht es bei ihm vor allem um seine (niedere) Stellung, aus der er entkommen will …“  

Kern des Strangs: Der Protagonist polarisiert — durch seine Ambivalenzen, seinen inneren Konflikt zwischen Stolz, Verzweiflung, Liebe und Verachtung. Das weckt sowohl Empathie, als auch Kritik.


3. Glücksspiel, Sucht, soziale Dynamiken — Casino als Sozialmikrokosmos

Ein zentrales Thema der Diskussion: Das Glücksspiel (Roulette) im Roman steht nicht nur für Risiko und Spannung, sondern wird als Symbol für soziale und moralische Konflikte gelesen — und als Vorahnung einer möglichen Sucht.

„Hier deutet sich meiner Meinung nach schon die Richtung der Spielsucht an.“  

„Der Verlust der Vernunft, und der Meinung, das Schicksal überwinden zu können.“  

Teilnehmende sehen im Casino-Kontext auch Klassenunterschiede, Machtspiele und das Streben nach Ansehen deutlich:

„Ganz ehrlich – die Bedeutung von Geld für Ansehen.“  

„… im Grunde aber beide dasselbe sind.“ (Gentlemen und Pöbel)  

Kern des Strangs: Glücksspiel wird als sozialer Spiegel gesehen — Machtverhältnisse, Sucht, Klasse, Identität und das Streben nach Status laufen hier zusammen.


4. Gesellschaft, Identität, Nationen – Russen vs. Europäer / Kultur, Werte, Vorurteile

Viele Kommentare reflektieren über die Darstellung der russischen Figur im europäischen (kurstädtischen) Umfeld — und über Vorurteile, Identitätskonflikte und kulturelle Differenzen.

Ein Zitat verdeutlicht das dem Zeitgeist übergreifend:

„‚In den Katechismus der Tugenden … hat … die Fähigkeit, Kapitalien zu erwerben … Aufnahme gefunden. Aber der Russe … vergeudet sie …‘“ (Kap. 4) — „Immer noch relevant?“  

Ein Kommentar, der eigene Erfahrungen einbringt:

„Hab vor 11 Jahren ein halbes Jahr in Russland verbracht … Lohn kommt, wird am ersten Wochenende großzügig ausgegeben … Habe oft gehört, dass es eh nix bringt, sich Geld für später zu sparen …“  

Andere hinterfragen, wie sehr Erwartung und Realität, Klischee und Kulturbild im Roman reproduziert werden:

Kritik daran, ob „Exilrussentum“ hier das passende Wort sei.  

Kern des Strangs: Der Roman erzeugt eine Diskussion über nationale Identität, kulturelle Stereotype, gesellschaftliche Werte — und über die Spannung zwischen „russisch“ und „europäisch“.


5. Literarische Gestaltung – Erzähltechnik, Sprache, Wirkung, Spannung

Nicht zuletzt beschäftigen sich viele mit der literarischen Form — der subjektiven Ich-Perspektive, der Sprache, den Stilmitteln und wie sie zur Stimmung beitragen.

Einige Stimmen:

„Durch die Ich-Erzählung wirkt alles subjektiv gefärbt, impulsiv und emotional … Auffällig ist auch die Sprachrhythmik, die zwischen kontrollierter Beschreibung und plötzlichen Ausbrüchen schwankt …“  

„Die fiebrige Atmosphäre von Spiel und Geldnot spiegelt sich im Erzählstil.“  

Andere betonen die Wirkung: Spannung, Rätselhaftigkeit, das Gefühl „dazwischen“ zu sein — weder Draufsicht, noch vollständige Kontrolle:

„…man fühlt sich wie ein Beobachter, der diese Gruppe von außen beobachtet, dem aber zuweilen wichtige Informationen fehlen …“  

Kern des Strangs: Die Form — Sprache, Perspektive, Rhythmus — wird als bewusst eingesetzt, um Unsicherheit, Spannung und psychologische Tiefe zu erzeugen. Für viele macht das den Reiz des Romans aus.

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Etappe 1: Kapitel I-IV

1. Rückblick auf den Abschnitt

Der Protagonist (Alexej Iwanowitsch) kehrt von Paris in den deutschen Kurort Roulettenburg zurück. Als Hauslehrer eines verwitweten Generals a.D. ist er Teil einer kleinen Gruppe, deren Beziehungen zueinander sich erst langsam aufhellen. Im Zentrum des Geflechts steht seine komplizierte Liebe zu Polina Alexandrowna. Für sie spielt er am Roulettetisch. Einmal gewinnt er (Kap. II), dann verliert er alles (Kap. IV). Bei Tisch hält Alexej unaufgefordert längere Reden. Zum ‘Franzosen’ der Gruppe ist sein Verhältnis angespannt. Eingewoben in die Handlung sind Betrachtungen über russische und europäische Eigenarten und das Wesen des Spiels. Per Telegramm wird Kontakt in die russische Heimat (St. Petersburg) gehalten, das Ergehen der Babuschka (Großmutter) scheint bedeutsam zu sein.

2. Angebote zum Gespräch

Ich bin gespannt, welche Eindrücke du aus den ersten Kapiteln mitgenommen hast. Zur Strukturierung der Diskussion biete ich einige Gesprächsfäden an. Ich liste sie hier kompakt auf und lege sie als je eigenen Kommentar am Endes des Beitrags an. Per “Antworten” kannst du deine Beobachtungen, Fragen, Überlegungen eintragen und auf andere reagieren.

Selbstverständlich kannst du eigene Gesprächsfäden eröffnen. Meine Einstiege sind nur erste Angebote. Und die wären:

  • Dein Zitat der Woche. Kann man begründen, muss man nicht.
  • Leseerleben: Wie kamst du in das Buch hinein? Leicht, mühsam, gespannt, gelangweilt? Welche Eigenarten des Textes haben dazu beigetragen?
  • Offene Fragen: Was auch immer du dich gefragt hast…
  • Starke Passagen: Welcher Abschnitt ist dir im Kopf geblieben?
  • Literarische Form: Welche erzählerischen Gestaltungsmittel sind dir aufgefallen?
  • Themen: Welche sozialen, politischen, psychologischen Themen scheint Dostojewski im Roman zu verarbeiten?
  • Figuren: Beobachtungen zu den Persönlichkeiten und ihren Konstellationen
3. Drei Anmerkungen für den Gesprächsfluss
  1. Trau dich! Es gibt keinen Grund zu warten, bis… Wer gelesen hat, hat auch etwas zu sagen. Und wenn es nur eine Frage ist. Wenn du dich anwärmen möchtest, poste doch einfach dein Zitat der Woche.
  2. Zitieren: Wir lesen in unterschiedlichen, nicht seitengleichen Ausgaben. Für Bezugnahmen bietet sich daher die Kapitelzahl an. Wenn Seitenzahlen zitiert werden, empfehlen sich Verlagshinweise; z.B.: Fischer, 37; Reclam, 14; dtv, 28.
  3. Gesprächskultur: Siehe Konzept. Die Erfahrung zeigt: Fragen sind spannend, Belehrungen langweilig. Wenn wir alle, egal auf welcher Stufe, als Neugierige und Lernende an den Text gehen, gewinnen wir am meisten.

Viel Vergnügen bei der Diskussion, ich freue mich auf deine Fragen und Beobachtungen!

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Eröffnung: Dostojewski, »Der Spieler«

Es geht los: Die erste Runde Klassikerclub. Wir lesen Dostojewskis »Der Spieler« von 1866. Ich freue mich darauf und bin gespannt auf eure ersten Leseerfahrungen! 🎉

  • Hier findest du den Leseplan mit Terminen.
  • Hier liest du, welches Konzept für unseren Austausch gilt.

Wenn du noch auf der Suche nach einer Ausgabe des Romans bist, findest du beim Leseplan Empfehlungen dazu.

Der offizielle Startschuss zum Loslesen ist hiermit erfolgt. Unser erstes Etappenziel ist Sonntag, 07. Dezember. Dann tauschen wir uns unter dem Beitrag zu den Kapiteln I-IV zum Gelesenen aus.

Leitfragen, die man in die erste Lesewoche mitnehmen könnte, um sich Notizen für die Austauschrunde nächsten Sonntag zu machen:

  1. Welchen Eindruck macht der Ich-Erzähler auf dich? Idee: 5 Adjektive sammeln.
  2. Welche Stimmung(en) erzeugt Dostojewski zu Beginn?
  3. Welche Figur interessiert dich am meisten?
  4. Nach der Lese-Woche sammeln wir “Mein Zitat der Woche” – was wird dein Kandidat?

Bis dahin wünsche ich euch viel Freude mit dem Roman! Wer sich etwas Lesefutter zur Einleitung wünscht, wird im Folgenden fündig.

Wer Lust hat, sich noch vor dem Lesen direkt unter diesem Beitrag auszutauschen, könnte im Kommentarbereich die Frage beantworten: Welche Erwartungen hast du an ein Buch von Dostojewski?

Zur Einleitung

Wie viel Vorwissen braucht man, um Dostojewskis »Spieler« zu lesen? Die Prämisse dieser Leserunde lautet: Gar keines. Man darf einfach anfangen.

Die Menge dessen, was es hier zu wissen gäbe, ist schier endlos. Die Literatur zu Dostojewski füllt ganze Schränke. Das ist ein Indikator seiner anhaltenden Faszination und geistigen Ausstrahlungskraft. Für Forschende ist das ergiebig. Für uns Lesende kein Pflichtprogramm.

Ich schlage vor, alles Geschriebene “um das Buch herum” zunächst als zweitrangig zu behandeln. Natürlich wird es zur Vertiefung beitragen, wenn man etwas erfährt zur Person Dostojewskis, zur Geschichte Russlands oder zu literarischen Bezügen. Doch bevor man sich darin verliert, ist meine Empfehlung: weniger ist mehr.

Das Beste wäre es, direkt zum Buch zu wechseln und sich in den Text zu stürzen.

Wer jedoch unheilbar neugierig ist und nach Kontextwissen begierig, dem gebe ich gerne ein paar Hinweise zur ersten Orientierung und zur möglichen Vertiefung.1

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Leseplan: Dostojewski »Der Spieler«

Wir starten die erste Leserunde im KlassikerClub mit Dostojewskis Roman »Der Spieler«. Ich freue mich über alle, die mitlesen und mitdiskutieren! Ein nachträglicher Einstieg ist immer möglich.

Das Mitmachen ist einfach: Das Buch ist in fünf Abschnitte eingeteilt. Den jeweiligen Abschnitt liest jede:r über die Woche im eigenen Tempo. Jeden Sonntagabend erscheint hier ein neuer Beitrag zum Leseabschnitt der vergangenen Woche. Einleitende Fragen eröffnen den Austausch in den Kommentaren. Jede:r trägt so viel bei, wie sie oder er möchte.

1. Der Leseplan
DatumThema
30. NovemberEröffnung der Leserunde
07. DezemberDiskussion Kapitel I–IV
14. DezemberDiskussion Kapitel V–VIII
21. DezemberDiskussion Kapitel IX–XI
28. DezemberDiskussion Kapitel XII–XIV
04. JanuarDiskussion Kapitel XV–XVII & Abschluss

Tipp: Ein guter Lesekreis lebt vom gemeinsamen Tempo. Am meisten Freude macht es erfahrungsgemäß, wenn man ungefähr im Rhythmus des Plans liest. Diskussionen sind am lebendigsten, wenn die Kapitel der vergangenen Woche noch frisch im Gedächtnis sind.

Wichtig: Wenn du einmal mit dem Lesen nicht nachkommst und aus dem Plan herausfällst – kein Problem! Steige einfach wieder ein, sobald es für dich passt. Die Beiträge bleiben online und können weiter kommentiert werden.

2. Ausgaben des Textes
Cover: © S. Fischer Verlag

Es gibt viele Ausgaben. Welche benutzt man am besten? Antwort: Diejenige, die du hast oder einfach bekommst. Die Feinheiten unterschiedlicher Übersetzungen werden uns nicht beschäftigen. Eine einheitliche Seitenzahl gibt es nur mit ein und derselben Ausgabe bei allen Teilnehmenden. Das wäre zwar für den Austausch praktisch, ist aber unrealistisch. Wir orientieren uns grundsätzlich an den Kapitelzahlen.

Deshalb: Besorg dir einfach die Ausgabe, die dir gefällt! Am besten bei deinem örtlichen Buchhändler! Oder du schaust bei deiner Stadtbücherei vorbei.

Wenn du eine Empfehlung möchtest: Ich werde in der Taschenbuch-Ausgabe des Fischer Verlags lesen. Sie bietet die gefeierte Neuübersetzung aus dem Jahr 2010 von Swetlana Geier. (Bonus: Wer ins Dostojewski-Fieber verfällt, bekommt bei Fischer alle anderen Romane in derselben Übersetzung und in derselben Gestaltung – schick als Werkausgabe im Bücherregal.)

Gute Taschenbuchausgaben gibt es auch bei dtv (Übersetzung A. Nitzberg) und bei Reclam (Übersetzung E. Markstein).

3. Nichts verpassen

Die Beiträge erscheinen regelmäßig sonntagabends. Wenn man sich gerne automatisch erinnern lassen möchte, gibt es einen einfachen Service: Der blaue Button “Abonnieren” gibt dir die Option, eine Email-Adresse einzutragen, an die Benachrichtigungen über neue Beiträge geschickt werden.

Kommentare kannst du auf ähnliche Weise im Blick behalten: Wenn du einen Kommentar absetzt, kannst du eine Email-Adresse eintragen. Dort gehen Benachrichtigungen über Antworten auf deinen Kommentar ein. Ansonsten gilt: Für einen Kommentar musst du weder einen Account haben noch eine Email-Adresse eingeben. All das ist möglich, aber nicht nötig.

Hast du noch Fragen? Schreib sie gerne in die Kommentare!

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Willkommen zum KlassikerClub!

Das Konzept ist einfach: Gemeinsam Klassiker lesen. Jede Woche ein Kapitel.

Immer sonntagabends ein Eröffnungsbeitrag zum nächsten Kapitel mit Fragen. Darunter die Diskussion in den Kommentaren.

Im Dezember 2025 starten wir mit Runde 1.

Die Abstimmung, mit welchem Titel der KlassikerClub startet, findest du auf TikTok (@zeit.fuer.literatur) und auf Instagram (@zeit.fuer.literatur).

Die Kandidaten:

  1. Johann Wolfgang von Goethe: Die Leiden des jungen Werthers (1774)
  2. Fjodor M. Dostojewski: Der Spieler (1867)
  3. Irmgard Keun: Nach Mitternacht (1937)

Ich freu mich, wenn du dabei bist!

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