Kapitel 2+3: Herz der Finsternis

1. Rückblick

Kapitel 2 erzählt die Reise Marlows auf dem Dampfer von der letzten Station bis kurz vor der Ankunft bei Kurtz. Eine Reise »like travelling back to the earliest beginnings of the world.« Wie ein kleiner Käfer kriecht das Schiff langsam den riesigen Fluss hinauf. Fiebrig blickt Marlow auf die Indigenen am Flussrand, die ihn gleichzeitig befremden und faszinieren. Mitten in der alptraumhaften Szenerie taucht die verlassene Hütte eines Unbekannten auf. Begierig blättert Marlow durch die Seiten eines zurückgelassenen Buchs, als sei es die letzte Verbindung zur Zivilisation des Menschen.
Kurz vor dem Ziel bleibt der Dampfer in einem weißen Nebel stecken. Markerschütternde Schreie alarmieren die Besatzung. Sie werden von Einheimischen angegriffen, Marlows Steuermann stirbt auf seinen Füßen.

Kapitel 3 eröffnet mit der Begrüßung durch einen russischen Abenteurer. Er hat den schwer erkrankten Kurtz gepflegt und preist dessen Charisma in höchsten Tönen. Langsam begreift Marlow das Ausmaß der Schreckensherrschaft des Stationsleiters, der alle umliegenden Dörfer unter seinen Einfluss gebracht hat. Kurtz erscheint, getragen von seinen Untergebenen, als ausgemergelte und dennoch gebieterische Gestalt. Er wird auf den Dampfer verbracht, sein Elfenbein beschlagnahmt. Nachts kriecht er an Land. Marlow stellt ihn und überzeugt ihn, die Station zu verlassen. Entsetzt sehen ihn die bestrickten Einheimischen auf dem Fluss entschwinden.
Auf dem Rückweg stirbt Kurtz in Marlows Kabine. Seine letzten Worte: “Das Grauen! Das Grauen!
Zurück in Europa überbringt Marlow der Verlobten Kurtz’ dessen Briefe. Die letzten Worte bringt er ihr gegenüber nicht über die Lippen.

2. Anregungen zum Gespräch

Ab der Mitte des Buchs läuft alles auf die unweigerliche “Katastrophe” zu. Immer tiefer führt die Reise den Erzähler ins Herz der Finsternis. Diese erweist sich als räumliche und zeitliche Untiefe: Räumlich erscheint der Urwald als menschenfeindliche Sphäre, in der alle vernünftigen Kategorien aus den Fugen geraten. Kannibalismus, Ekstase, Aberglaube, Fieber prägen die soziale Welt. Zeitlich beschreibt Conrad diese Reise als Rückkehr in die Vorstufen der Zivilisation. Auf der einen Seite ist diese Beschreibung von einem eurozentrischen Blick dominiert, in dem die Einheimischen fast nur als irrationale Wesen auftauchen. Auf der anderen Seite stellen sich nicht die Ureinwohner, sondern das weiße “Universalgenie” Kurtz als Gipfel des Grauens heraus.

Im Nachwort der englischen Ausgabe (Penguin English Library) wird darauf hingewiesen, dass Kurtz als Genie des Redekunst, als packend und überzeugend, als geradezu unentrinnbarer Charismatiker angekündigt wird – zugleich bleibe die Figur dann in den Szenen vergleichsweise blass. Wie hast du das erlebt?

Schließlich: Was Conrad bei dieser Figur vor Augen hatte, wird im Nachgespräch mit einem Journalisten deutlich, der Kurtz kannte: »How that man could talk! He electrified large meetings. (…) He could get himself to believe anything – anything.« (95) Der charismatische Politiker als narzisstischer Populist. Eine Gestalt, die uns historisch wie aktuell nicht erspart bleibt.

Zur Strukturierung der Diskussion biete ich einige Gesprächsfäden an. Ich liste sie hier kompakt auf und lege sie als je eigenen Kommentar am Endes des Beitrags an. Per “Antworten” kannst du deine Beobachtungen, Fragen, Überlegungen eintragen und auf andere reagieren. Zusätzliche Gesprächsfäden können natürlich auch eröffnet werden. Meine Vorschläge:

  • Wie haben dir Erzählung und Stimmung des Buches gefallen?
  • Kolonialismus in Afrika: Mit welchem Bild der europäischen Kolonialisten und mit welchem Bild der Afrikaner bleibst du zurück?
  • »Das Grauen! Das Grauen!« Wie verstehst du die letzten Worte Kurtz’? Welche Weltsicht vermittelt dir die Erzählung?
  • Welche Szene des Buches bleibt dir am stärksten in Erinnerung?
  • Dein Zitat der Woche: Ein Zitat fürs Notizbuch
3. Filmadaption: Apocalypse Now!

Wie angekündigt möchte ich gerne die Filmadaption Apocalypse Now! (1979) von Francis Ford Coppola anschauen, um den Eindruck von »Heart of Darkness« abzurunden. Mein Vorschlag für eine gemeinsame Watch Session:

Freue mich, wenn ihr Lust habt, den Film gemeinsam zu schauen und euch auszutauschen, wie dort die Vorlage von Joseph Conrad interpretiert wird.

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Ruhe sanft: Gottfried Benn, Gedichte

Maria erzählt von ihrer Bekehrung zur Lyrik dank eines Gedichts von Gottfried Benn. Und sie versucht Alex davon zu überzeugen. Wir lesen und besprechen sechs große Gedichte aus Benns Werk. Es geht um den Schock der frühen Gedichte aus dem Leichenschauhaus, um Benns Verhältnis zum Nationalsozialismus und seine Liebe für Friedrich Nietzsche, um die Kraft der Worte und den Traum vom guten Altern.

Wer sich noch ausführlicher für Gottfried Benns Biografie interessiert, dem legen wir die Gottfried-Benn-Folge der Kollegen vom Literaturpodcast “Blaubart & Ginster” wärmstens ans Herz!

Mehr zum Klassikerclub, dem Podcast, den online Leserunden und Social Media findest du auf www.klassikerclub.de

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Kapitel 1: Herz der Finsternis

1. Rückblick

Rahmung: Ein anonymer Erzähler sitzt bei Flaute auf einem Schiff vor den Toren Londons. Einer der Seemänner beginnt von einer vergangenen Reise in den Urwald des Kongo zu berichten.
Schon als Kind faszinierte er sich für die leeren Stelle auf der Weltkarte. Als er einen neuen Job sucht, heuert er bei einer Handelskompanie an. Seine Tante verbindet damit große Hoffnungen auf missionarisches Wirken. Zwei eigentümliche Frauen, die im Büro der Kompanie mit schwarzer Wolle stricken, vermitteln eine düstere Vorahnung.
Auf einer langen Schifffahrt entlang der Küste empfängt Marlow erste Eindrücke der undurchdringlichen Natur. Anscheinend ohne jeden Sinn schießt ein französisches Kriegsschiff vom Meer aus in den Urwald.
An der Außenstation angekommen nimmt er die dehumanisierende Behandlung schwarzer Arbeiter wahr. Ein weiß strahlender Buchhalter spricht ein erstes Mal vom erfolgreichen Elfenbeinhändler Kurtz im Landesinneren. Unordnung, Krankheit, Tod, Apathie und Müßiggang prägen die Atmosphäre.
Nach einem zweiwöchigen Fußmarsch erreicht Marlow die Zentralstation. Sein Dampfer liegt dort am Boden des Flusses. Er macht sich an die mühsame Arbeit, das Schiff wieder fahrtüchtig zu machen. Er begegnet dort einem undurchsichtigen Direktor und einem intriganten Agenten, der sich von einer angeblichen Verbindung zwischen Marlow und Kurtz Karrierechancen erhofft.

2. Vorschläge fürs Gespräch

Ich bin gespannt, wie es dir mit dem ersten Abschnitt ging. Ich habe mich gefreut, dass die Abstimmung auf diese Erzählung gefallen ist – ich finde sie startet unglaublich stark!

Zur Strukturierung der Diskussion biete ich einige Gesprächsfäden an. Ich liste sie hier kompakt auf und lege sie als je eigenen Kommentar am Endes des Beitrags an. Per “Antworten” kannst du deine Beobachtungen, Fragen, Überlegungen eintragen und auf andere reagieren. Zusätzliche Gesprächsfäden können natürlich auch eröffnet werden. Meine Vorschläge:

  • Erste Eindrücke: Wie bist du ins Buch hineingekommen? Warst du gleich “drin” oder hat es dich etwas Mühe gekostet?
  • Stimmung: Die Handlung ist überschaubar. Conrad kreiert Stimmungen. Wie hast du diese wahrgenommen, welche Grundgefühle hat es bei dir ausgelöst?
  • Europa und Afrika: Historisch geht es um den Kolonialismus in Zentralafrika. Welches Bild entsteht bei dir von Europa? Welches vom (anonymen, aber als belgisch Kongo identifizierbaren) afrikanischen Land?
  • Szenen: Welche Szenen haben bei dir bleibenden Eindruck hinterlassen?
  • Motive: Welche (vielleicht: wiederkehrenden) Motive sind dir aufgefallen?
  • Zitat der Woche: Welches Zitat ist dein Zitat der Woche?
3. Zur Bezeichnung afrikanischer Personen im Text

Zur Entstehungszeit von Herz der Finsternis war es im Englischen üblich, schwarze Menschen mit dem N– Wort zu benennen. Das ist im Original so und in vielen Übersetzungen beibehalten.
Ich sehe unser Gespräch nicht als den Ort, die Debatte über Veränderung an Originaltexten zu führen.
Mir ist wichtig, sauber zu unterscheiden: Zwischen dem Gebrauch problematischer, abwertender Begriffe in einem historischen Text. Und der Wiederholung der Begriffe in heutiger Sprache.
Darum: Sofern das N– Wort in Zitaten aus dem Text vorkommen sollte, werde ich es nicht zensieren. In der Diskussion über den Text werde ich es nicht wiederholen und erwarte dasselbe von Mitdiskutierenden. Alternative Bezeichnungen sind sehr einfach zu finden: Einheimische, Schwarze, Afrikaner.

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Vom Aufblühen: Überredung von Jane Austen

Alex und Maria sprechen über Jane Austens letzten Roman »Überredung«. Er erzählt von Anne Elliot, mit 27 Jahren nach damaligen Maßstäben bereits spät dran, und einer zweiten Chance für die Liebe.
Wir diskutieren über Schönheitskult, Emanzipation, feine Ironie und die Frage, warum Jane Austen gegenwärtig auf dem Buchmarkt so unglaublich erfolgreich ist.

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Zur Einführung: Joseph Conrad

1. Eine faszinierende Persönlichkeit

Joseph Conrad 1904

Viele Autor:innen aufregender Literatur haben ein eher unaufgeregtes Leben geführt. Goethe war Kommunalpolitiker, sein größter Ausbruch ein ausgedehnter Italienurlaub. Marcel Proust schrieb sein revolutionäres Romanwerk komplett im Bett. Franz Kafka war Büroangestellter in einer Unfallversicherung.

Nicht so Joseph Conrad. Wenn es möglich ist, dann übertrifft sein Leben seine Erzählwelten sogar an Exotik und Disruption. Wie Marlow, der Erzähler in »Herz der Finsternis«, schöpfte Conrad nicht aus Büchern, sondern aus dem eigenen Erleben. Und das hätte für mehr als eine Biographie ausgereicht!

Als einer der wichtigsten englischen Autoren der frühen literarischen Moderne war er weder Engländer noch Muttersprachler. Erst in seinen Zwanzigern erlernte er die Sprache, in der er 15 Jahre später literarische Meisterwerke zu schreiben begann. Bis dahin hatte er die Welt gesehen, wie wenige Menschen seiner Zeit.

Vollwaise in der Verbannung

Geboren wurde er als Sohn polnischer Eltern unter dem Namen Józef Teodor Konrad Korzeniowski im Gebiet der heutigen Ukraine. Sein Vater war Literat und Revolutionär. Als der polnische Aufstand gegen den Zaren 1863 zerschlagen wurde, verbannte man die junge Familie in die russische Provinz. Josef war vier Jahre alt. Als er sieben war,starb seine Mutter an Tuberkulose. Vier Jahre lang lebte das Kind alleine mit seinem zunehmend düster gestimmten Vater. Dann starb auch der. Als Vollwaise kam Josef zum Bruder seiner Mutter. In seiner Jugendzeit äußerte er einen für seine Verwandten rätselhaften Wunsch: Er wollte Seemann werden. Mitten im kontinentalen Europa, ohne jeden Bezug zu maritimen Traditionen, ein wahrlich ungewöhnliches Projekt.

Die Torrence, auf der Conrad nach Australien segelte (© National Maritime Museum, London)
Von Polen über die Karibik bis in den Kongo

Er setzte es um und ging im Alter von 16 Jahren nach Marseilles. Ein Leben auf französischen Schiffen, mit Zielen in der Karibik und Episoden als Waffenschmuggler im spanischen Bürgerkrieg endet mit ruinösen Spielschulden in Monte Carlo.

Roi des Belges, der kleine Dampfer auf dem Conrad den Kongo hinauffuhr (1890)

Als dem Polen Conrad1 die Papiere für französische Schiffe verweigert werden, wechselt er nach England und tritt der britischen Handelsflotte bei. Erst jetzt lernt er Englisch, mit 29 Jahren wird er britischer Bürger, er fährt zu See nach Thailand, Indien und Australien – und nach Afrika.2 Prägend ist eine Reise als Kapitän in den belgisch kolonialisierten Kongo. Conrad ersetzt Anfang 1890 einen von Indigenen getöteten dänischen Seemann und erlebt die Reise in den Urwald als physische und psychische Krise. Die Reise bildet den biographischen Hintergrund von »Herz der Finsternis«.

Ehemann, Vater, Schriftsteller

Kurz vor der Kongofahrt beginnt Conrad mit dem Schreiben. Sein erster Roman, Almayer’s Folly, erscheint 1895. Im Jahr darauf heiratet er als 35Jähriger die 15 Jahre jüngere Jessie George.3 Conrad wird “hauptberuflich” Schriftsteller. Die beiden leben zurückgezogen auf dem Land, sie bekommen zwei Söhne. Conrad durchlebt immer wieder schwermütige Phasen, denen er vorzugsweise mit Umzügen von einem Haus ins nächste begegnet. So bleibt er im Kleinen auf Reisen.

2. Ein ungewöhnlicher Literat

Conrads literarische Werke spiegeln die Erfahrungen auf fünf Kontinenten wider und heben ihn damit von so gut wie allen anderen Schriftstellern der frühen Moderne ab. Während die meisten Zeitgenossen aus und für eine europäische Perspektive schrieben, verarbeitete der weitgereiste Conrad die kolonialistische Globalisierung – einschließlich ihrer dunklen Seiten.

In der Literaturwissenschaft gilt »Herz der Finsternis« als sein Meisterwerk. Daneben werden häufig seine beiden großen Romane »Lord Jim« (1900) und »Nostromo« (1904) genannt. Kommerziell erfolgreich waren alle drei bei Erscheinen nicht. Conrad hielt sich als Autor fast 20 Jahre lang mehr schlecht als recht über Wasser, bis er 1914 mit dem Roman »Chance« seinen Durchbruch beim breiten Publikum erlebte. Als er 1924 im Alter von 66 Jahren starb, war er einer der angesehensten Autoren englischer Sprache.

Als Netzwerker und literarischer Freund muss Conrad eine besondere Gabe besessen haben. Zu seinem engen Bekanntenkreis gehörten viele bedeutende Männer und Frauen der damaligen Zeit: Henry James, John und Ada Galsworthy, George Bernard Shaw, T.E. Lawrence, André Gide, Paul Valéry, Maurice Ravel und Bertrand Russell. Sie alle einte im Übrigen eine überraschende Entdeckung: Der große Literat Conrad sprach sein wortreiches und präzises Englisch zeit seines Lebens mit einem extremen polnischen Akzent.

Dieser Akzent ist nicht zuletzt Zeichen einer bleibenden Heimatlosigkeit. Der polnische Landadelige, französische Seefahrer, britische Händler und englische Schriftsteller verfasste seine Erzählungen stets aus einer Position “off center”, jenseits der mittigen Selbstverständlichkeiten gesellschaftlicher Zugehörigkeit.4

Diese Position ‘auf der Schwelle’ war auch für die Ende des 20. Jahrhunderts entstehenden Postcolonial Studies wichtig. Diese setzten sich parallel zum Niedergang des britischen Empires mit den negativen Auswirkungen der europäischen Kolonialisierung auseinander. Joseph Conrads un-romantische Darstellung der Verhältnisse stellte sich als bedeutsame Quelle und Beispiel europäischer Selbstkritik heraus.

3. »Das Herz der Finsternis«

Das »Herz der Finsternis« ist einer der großen Klassiker der literarischen Moderne. Die erzählerische Form ist vergleichsweise einfach: Eine für Novellen typische Rahmenhandlung umgibt den Kern. Ein anonym bleibender Erzähler berichtet vom Seemann Marlow, der mit anderen Mitgliedern einer Schiffsbesatzung vor den Toren Londons auf den Wechsel der Gezeiten wartet. Marlow erzählt den Gefährten von seinen Erlebnissen im Herzen Afrikas.

Die Erzählung übt einen eigentümlichen Sog aus. Worin dieser Sog besteht und wie er erzeugt wird, entdeckt man am besten beim eigenen Lesen. Klar ist, dass das gesamte narrative setup auf einen Kulminationspunkt zusteuert: Es führt uns langsam aber unaufhaltsam in die Mitte einer Finsternis. Diese stellt sich als vielschichtig dar. Sie offenbart Untiefen einer wilden Natur; einer überspannten Psyche; einer entgrenzten Macht; einer nur oberflächlichen Zivilisation.

Conrad setzt seine Sprachbilder leitmotivisch ein. So verleiht er dem an sich realistischen Erzählen einen symbolischen Unterton. Es lohnt sich, auf folgende Metaphernketten zu achten: 1. Licht, Dämmerung, Finsternis. 2. Blindheit, Nebel, Sehhilfen, Ferngläser. 3. Fluss, Schlange, Inneres, Früheres. 4. Verfall, Fieber, Krankheit, Rost, Leere.

»Herz der Finsternis« nimmt den Leser mit auf eine Reise. An die Schwelle zwischen Wahrnehmung und Wahnsinn, zwischen Kultur und Natur, Macht und Moral. Ich bin gespannt!


  1. Den Namen »Conrad« nahm Korzeniowski 1886 bei seiner britischen Einbürgerung an. ↩︎
  2. Conrads Seereisen sind so umfangreich, dass sie ihren eigenen Wikipedia-Artikel haben: Joseph Conrad’s Career at Sea. ↩︎
  3. Sie lebte 12 Jahre länger als ihr Mann und schrieb ein kleines Buch über das Leben mit dem speziellen Ehemann: Siehe NY-Times-Artikel über Jessie Conrads Memoiren. ↩︎
  4. Vgl. biographisches Kapitel in Cambridge Companion. ↩︎
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Leseplan: Joseph Conrad, »Herz der Finsternis«

Wir starten in die 3. Leserunde im KlassikerClub mit Joseph Conrads berühmter Erzählung »Herz der Finsternis«. Herzlich Willkommen allen, die Lust haben mitzulesen und mitzudiskutieren. Ein nachträglicher Einstieg ist immer möglich!

Das Mitmachen ist einfach: Das Buch ist in drei Abschnitte eingeteilt. Wir folgen dabei der Kapiteleinteilung Conrads. Den jeweiligen Abschnitt liest jede:r über die Woche im eigenen Tempo. Jeden Sonntag erscheint hier ein neuer Beitrag zum Leseabschnitt der vergangenen Woche. Einleitende Fragen eröffnen den Austausch in den Kommentaren. Jede:r trägt so viel bei, wie sie oder er möchte. Wenn du mit dem Lesen länger brauchst, kommentierst du einfach, sobald du soweit bist.

1. Der Leseplan

DatumThema
01. MärzGespräch über Kapitel I
08. MärzGespräch über Kapitel II
15. MärzGespräch über Kapitel III und Abschluss

Tipp: Ein guter Lesekreis lebt vom gemeinsamen Tempo. Am meisten Freude macht es erfahrungsgemäß, wenn man ungefähr im Rhythmus des Plans liest. Diskussionen sind am lebendigsten, wenn die Kapitel der vergangenen Woche noch frisch im Gedächtnis sind.

Wichtig: Wenn du einmal mit dem Lesen nicht nachkommst und aus dem Plan herausfällst – kein Problem! Steige einfach wieder ein, sobald es für dich passt. Die Beiträge bleiben online und können weiter kommentiert werden.

2. Ausgaben

Dem Klassikerstatus entsprechend gibt es eine Vielzahl an Ausgaben. Ich erwähne zwei: Die Taschenbuchausgabe bei Reclam hat ein stimmungsvolles Cover und kostet 10 EUR, soweit ich sehe, die momentan günstigste Ausgabe (Übersetzung Daniel Göske).
In der von mir heiß geliebten Reihe Fischer Klassik gibt es »Herz der Finsternis« zusammen mit zwei weiteren Erzählungen für 17 EUR (Übersetzung Manfred Allié). Schöner Nebeneffekt: »Herz der Finsternis« kam ursprünglich seriell in einer Zeitschrift heraus. Die erste Buchpublikation 1902 vereinte die Erzählung in einem Sammelband mit eben den beiden bei Fischer enthaltenen Erzählungen.

Alternative Wege: Ich empfehle wie immer unsere großartigen Stadtbüchereien zum Ausleihen! Antiquarisch findest du auch unterschiedliche Ausgaben.

3. Eine Idee: Film gemeinsam online?

Conrads »Herz der Finsternis« hat verschiedene Filmemacher inspiriert. Neben Werner Herzogs Aguirre (1972) und werktreuen Verfilmungen wie derjenigen mit John Malkovich sticht Francis Ford Coppolas Adaption Apocalypse Now! hervor.
Da ich den Film tatsächlich noch nie ganz gesehen habe, könnte ich mir als Abschluss der Leserunde gut eine gemeinsame watch session vorstellen – gemeinsam beginnen, währenddessen über die Eindrücke chatten.

Verfügbarkeit: Wer Paramount+ abonniert hat, streamt kostenlos. Ich würde auf Youtube für 3,99€ leihen – einigen müsste man sich noch auf eine Fassung, da es inzwischen drei verschiedene Längen gibt.

Schreibt mir doch mal in die Kommentare hier, wenn das für euch interessant wäre. Wenn sich 4-5 Leutchen melden, lohnt es sich… Termin finden wir dann.

KommentierenLeseplan: Joseph Conrad, »Herz der Finsternis«

Etappe 4: Kap. VII

»Alles ist so dunkel hier, wer hat das Licht ausgelöscht?« (186)

1. Rückblick

Am Tag nach dem Hitleraufmarsch findet die Feier in Algins und Liskas Wohnung statt. Liska versucht den Journalisten Heini zu bezirzen. Betty Raff macht sich Sorgen um den vermissten Algin. Sanna findet ihn in einer Kneipe, wo er sich betrunken mit dem 70jährigen Jean Küppers auf eine große Wanderung verabredet hat. Zurück in der Wohnung wird Sanna von Franz überrascht.
Eine Rückblende erzählt vom Projekt des Zigarettenladens, der Inhaftierung von Franz und Paul durch die Gestapo, der Rache von Franz am Denunzianten Schleimann.

Sanna entschließt sich zur Flucht. Liskas Feier endet mit dem Tod Heinis. Das Ende des Romans findet Sanna und Franz im Zug jenseits der deutschen Grenze.

2. Anregungen zum Gespräch

Der Roman schließt katastrophisch. In gewisser Weise führen alle Wege in die Flucht: Franz, Sanna und der jüdische Arzt Breslauer gehen ins Ausland. Heini flieht in den Tod. Küpper geht ohne Algin auf unbestimmte Wanderung. Algin lässt sich in Betty Raffs Arme treiben – eine Vegetarierin, wie der Führer selbst. Liskas Flucht in die Verliebtheit als Zustand1 ist gescheitert.
Sanna weiß um die Problematik des Exils und ist dennoch froh ums Entkommen: »Der Zug fährt nicht auf Schienen, er schwimmt über ein Meer von Glück.« (199)

Wie blickst du auf den letzten Abschnitt und den Roman als Ganzen zurück? Hier einige Anregungen zur Diskussion:

  • Der Schluss: Wie ging es dir mit dem Buchende?
  • Der Titel: Wie deutest du Keuns Entscheidung für den Titel »Nach Mitternacht«?
  • Deine Bilanz: Was nimmst du aus diesem Buch mit?
  • Die Party ist zu Ende: Die auch für Irmgard Keun goldenen Zwanziger Jahre enden im Nationalsozialismus. Eine Machtübernahme – oder eine konsequente Folge aus dem, was war?
  • Anti-Naziroman: Keun hat das Buch als Beitrag zum Widerstand verstanden. Wo liegen die politischen Stärken des Buchs für dich?
  • Neue Sachlichkeit: Keun wird dieser literarischen Richtung zugeordnet, die auf einen nüchternen, dokumentarischen, betont “unpoetischen” Stil setzt. Wie gut passt Nach Mitternacht für dich in diese Einordnung?
  • Zitat der Woche: Noch einmal ein Lieblingszitat…
3. Irmgard Keuns Leben nach Mitternacht

Irmgard Keun beginnt Nach Mitternacht in Deutschland und schließt das Buch im Exil ab. Lange hatte sie gezögert auszuwandern, obwohl ihr aus dem Ausland Hilfe dazu angeboten worden war. Am 4. Mai 1936 flieht sie nach Belgien. Ihr im Ausland publizierter “Anti-Naziroman” wird ein großer Erfolg, besonders im englischsprachigen Ausland. Sie lebt an wechselnden Orten, zunächst optimistisch, dann immer schwerer von Alkohol und Beziehungsproblemen belastet. Als ihre Auslandskontakte sich auflösen, kommt sie 1940 wieder bei ihren Eltern in Köln unter.

(Dziedzic, Jochen / Kölnische Rundschau)

Nach Kriegsende findet Keun in Deutschland kein Publikum mehr. Gesellschaftssatire ist im Wiederaufbau nicht gefragt, man möchte sich ungern irritieren lassen. Ihr letzter Roman “Ferdinand, der Mann mit dem freundlichen Herzen” erscheint 1950. Ihre zunehmende Suchterkrankung lässt künstlerische Arbeit über Jahre hinweg nicht zu.

Als die Literaturwissenschaft Keun Ende der 1970er wieder entdeckt, kommt sie zu spätem Ruhm. Sie liest an Universitäten, arbeitet für den Rundfunk und ist an der Verfilmung von Nach Mitternacht mit Desirée Nosbusch beteiligt.

  1. »Ich weiß noch nicht einmal, ob ich gerade ihn so geliebt habe, ich weiß nur, daß ich geliebt habe.« (197, Kursiv von mir) ↩︎
KommentierenEtappe 4: Kap. VII

Runde 3: Reise ins Unheimliche

Herzlich Willkommen allen Wiederholungstätern und Neueinsteigern! Wir starten in Runde 3 des KlassikerClubs. Und Du kannst mitentscheiden, was wir lesen. Hier erfährst du, wie unsere Online Leserunden ablaufen und wie du mitmachen kannst.

Es wird unheimlich

In Leserunde 3 begeben wir uns auf eine Reise ins Unheimliche. Es wird spannend, ein wenig abgefahren und auf jeden Fall literarisch! Die zur Auswahl stehenden Autoren sind Klassiker der englischsprachigen Literatur. Vielleicht sind sie bei uns nicht alle gleich bekannt. Doch: Die Entdeckung lohnt sich unbedingt!

Alle drei stehen an der Schwelle zum 20. Jahrhundert und damit an der Schwelle zur klassischen Moderne. Sie leben noch von der realistischen Erzählweise des 19. Jahrhunderts und sind deshalb gut zu lesen. Ihre Abenteuerlichkeit und Experimentalität liegt nicht in der Form, sondern in ihrem gemeinsamen Thema: Grenzerfahrungen der Vernunft, der Moral, der Zivilisation.

Die Kandidaten
Kandidat 1: Joseph Conrad – Herz der Finsternis (1899)

Ein Dampfer dringt auf dem Fluss Kongo tief in den zentralafrikanischen Urwald vor, um eine Kolonialstation zu erreichen. Was der Erzähler dort erlebt, verschlägt ihm den Atem. Im Zentrum steht die charismatische und grausame Figur des Stationsleiters Kurtz. Conrads kolonialismuskritische Erzählung gilt heute als eine der wichtigsten Prosatexte der englischen Literatur.

Popkulturell berühmt geworden durch die Filmadaption Apocalypse Now! mit Marlon Brando und Martin Sheen. Umfang: ca. 120 Seiten.

Kandidat 2: Henry James – The Turn of the Screw (1898)

Eine Geistergeschichte, eine gothic novel, eine Erzählung über das Verschwimmen von Wahrnehmung und Wahnsinn. Auf einem englischen Landsitz betreut eine Gouvernante zwei Kinder. Sie beginnt Geister zu sehen und gewinnt die Überzeugung, die Kinder stünden im Kontakt zu den Untoten…

Henry James schrieb auch die einflussreichen Romane The Portrait of a Lady und Washington Square und ist einer der wichtigsten englischsprachigen Autoren des frühen 20. Jahrhunderts. Umfang: ca. 150 Seiten.

Kandidat 3: H.G. Wells – Krieg der Welten (1898)

Die Mutter aller Alien-Geschichten: Marsianer landen auf der Erde und greifen die Menschheit an. Die unterlegenen Menschen sehen sich der Invasion wehrlos ausgeliefert. Nur eines kann die fremden Wesen aufhalten…

H.G. Wells dokumentarisch erzählter Roman ist ein früher Klassiker des Science-Fiction-Genres und nicht zuletzt auch eine hintergründige Kritik am Kolonialismus. Aufsehen erregte die Hörspiel-Umsetzung durch Orson Welles, die von Radiohörern für eine Reportage gehalten wurde und panische Reaktionen auslöste. Umfang: ca. 250 Seiten.


Wie immer: Ich habe Lust auf alle drei, aber ihr stimmt ab! 😄
Abstimmungsschluss ist am Freitag, 20. Februar.

Meine Stimme für…

  • Conrad: Herz der Finsternis (57%, 55 Stimmen)
  • James: The Turn of the Screw (21%, 20 Stimmen)
  • Wells: Krieg der Welten (22%, 21 Stimmen)

Wähler insgesamt: 96

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Sobald der Abstimmungssieger feststeht, erstelle ich einen Leseplan und gebe Tipps zu Ausgaben des Buchs. Happy Voting!

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Etappe 3: Kap. V-VI

1. Rückblick

»Heimat ist da, wo man gut behandelt wird.« (Claassen, 115)

Sanna sucht nach dem Abend im Henninger Bräu eine weitere Kneipe auf. Es ist inzwischen “Nach Mitternacht” (vgl. Beginn Kap. III). Die Frau ihres Stiefbruders Algin, Liska, hat Sanna gebeten, den Journalisten Heini dort aufzusuchen; sie erhofft sich dessen Besuch auf ihrer Feier am darauffolgenden Abend. Heini ist ein Trinker und gnadenloser Satiriker, der keine Rücksichten kennt.

Eingebettet in Heinis zynische Reden ist die Beziehungsgeschichte zwischen Algin, Liska, Heini und Betty Raff, eine alte Freundin Liskas. Algin ist ganz vom inneren Konflikt eines Schriftstellers im NS-Regime beansprucht: Anpassung oder Haltung? Liska will von Politik nichts wissen, die Ehe bröckelt, Betty Raff wirkt als “giftiger Keil”, bestärkt Liska in der Verliebtheit zu Heini und nähert sich Algin.
Heinis Monologe drehen sich um die Frage der Kompromisse mit dem System. Dem jüdischen Arzt Breslauer empfiehlt er die Flucht, dem Schriftsteller Algin wirft er dessen “lächerliche Konzessionen” vor, inszeniert eine makabre Verbrüderung des glühend antisemitischen “Stürmermanns” mit Breslauer.

Sanna ist in diesen Kapiteln stille Beobachterin. Was sie sieht und hört, ist verwirrend und schwer zu ertragen:

»Und nun möchte ich weinen, denn ich verstehe wirklich nichts, und ich glaube auch nicht, daß ich was verstehe, wenn ich alt werde. (…) Ich will geliebt werden, alle wollen geliebt werden, auf tausend Menschen, die geliebt werden wollen, kommt vielleicht einer, der lieben will. Vater unser … mein Herz ist ein Klumpen Trauer.« (Claassen, 139)

Übrigens: Während der Abfassung von »Nach Mitternacht« hatte Irmgard Keun zwei wichtige Männerbeziehungen: Eine zu Arnold Strauss, einem jüdischen Arzt, der in die USA emigrierte. Die andere zum großen Schriftsteller Joseph Roth, den sie einmal als »unendlich klug, unheimlich genial, zuweilen bösartig, boshaft« beschrieb. Beide verband das Schreiben, der Alkohol und – die Geldknappheit.

2. Anregungen zum Gespräch

Zur Strukturierung unseres Gesprächs biete ich wieder einige Gesprächsfäden an, die du unten in den Kommentaren wiederfindest:

  1. Die Figur Heini: Er ist Dreh- und Angelpunkt dieser beiden Kapitel. Welchen Eindruck hat er auf dich gemacht, welchen Typ zeichnet Keun hier?
  2. Die Beziehungsgeschichte: Status “es ist kompliziert”. Welche Bedeutung hat die Schilderung der Beziehungen rund um Betty Raff, Liska und Heini für dich?
  3. Stimmung: Wie würdest du die Stimmung in diesen Kapiteln beschreiben?
  4. NS-Zeit: Die Nazis spielen eine weniger deutliche Rolle als in unseren Etappen 1 und 2. Wo und wie spielt das Regime eine Rolle?
  5. Zitat der Woche: Ein Zitat für dein Notizbuch.

3. Keuns Kunst: Die Personen-Miniatur

Irmgard Keun ist eine großartige Beobachterin. Das kommt bei uns Lesern nur deshalb an, weil sie auch großartig im Schildern ist. Mir ist das besonders bei ihren prägnanten Personenbeschreibungen aufgefallen. Mit nur wenigen Sätzen lässt sie lebendige Figuren vor unserem inneren Auge entstehen.

»Frau Winter weiß viel. (…) Obwohl sie schwerhörig ist, hört sie immer noch genug von dem, worauf es ankommt. Sie ist klein und flink, mit roten Haaren und breiten blassen Lippen. Eilig sind ihre Blicke und Schritte.« (Claassen, 123)

Auffällig ist die Rolle des Körpers in ihren Beschreibungen: Das Innere kommt übers Äußere. Gesicht und Gestalt, Gestik und Mimik verraten etwas über eine Person; auch das, was sie vielleicht lieber verbergen würde:

»Sie [Betty Raff] ist lang und dünn mit einem ganz kleinen Kopf. Sie hat eine grünlich-braune Hautfarbe, unerhört neugierige braune Quellaugen in einem spitzmäusigen Gesicht, aalglatt zurückgekämmtes braunes Haar und glibberig kalte magere kleine Froschhände.« (104)

Dass von dieser Person wenig Gutes zu erwarten ist, muss nicht eigens gesagt werden. Schon die dominante Farbe Braun lässt vermuten, wo sie politisch steht.


Die für mich vielleicht schönste Personenbeschreibung ist Sannas erster Eindruck ihrer Jugendliebe Franz:

»Lang war er und dünn, mit geduldigen Schultern. Er hatte ein blasses ernstes Gesicht, seine Stirn schien mir sanft und nachdenklich, ohne mir aufzufallen. Augen, Stirn, Mund, Schultern – verschwommen, zerronnen, zerrinnend sah ich alles. Klar und fest sah ich nur den hellen, heftig roten Seidenschal, den er trug. Lächerlich schien er mir, welcher Mann trägt denn sowas? Dann sah ich die Arme des Mannes. Lang und traurig hingen sie an ihm herab wie die Arme gefangener Affen (…). (62)

Franz lebt mit der von seiner Mutter ständig erneuerten Schuld am Tod des kleinen Bruders. Aber einst hat er einem Menschen auch das Leben gerettet, als er seinen angefahrenen Freund Paul gerade noch rechtzeitig von der Straße zog. Dieser schenkte ihm aus Dankbarkeit: seinen roten Schal. (75f.)

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Ob Kafka oder Jane Austen, ob Tolstoi oder Jenny Erpenbeck: Jedes Mal bringt einer von uns beiden ein Buch mit und stellt es vor. Am Ende steht die Frage: Hat das Buch den anderen überzeugt?

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